Clinkle: Zukunft des Zahlungsdienstes

Clinkle: Zukunft des Zahlungsdienstes

Clinkle: Zukunft des Zahlungsdienstes


Clinkle – der Name stand bis vor einigen Monaten für die große Revolution im Mobile-Payment. Mittlerweile hat sich dies zwar geändert, doch die Ideen des Startups sind weiterhin interessant.

Große Pläne: So wollte Clinkle durchstarten

Wir schreiben das Jahr 2012. Ein kleines Startup-Unternehmen aus den USA will das Mobile-Payment revolutionieren. Die Mittel: 25 Millionen Dollar und eine einzigartige Idee. Nutzer sollen sich untereinander Geld schicken können und via Peer-to-Peer bequem an der Kasse bezahlen. Dieses neue System soll Kredit- und Bankkarten durch eine einfache App ersetzen und damit eine neue Ära einleiten.
Zwei Jahre später. Clinkle wird im September 2014 endlich vorgestellt. Nach mehr als anderthalb Jahren reiner Entwicklungszeit präsentiert das Unternehmen eine App, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das revolutionäre System wird durch eine einfache Anwendung und eine Prepaid-Kreditkarte ersetzt, welche – einmal aufgeladen – für die Bezahlung in verschiedenen Geschäften und Online-Shops verwendet werden kann. Dafür sollen dann Belohnungen winken, welche beispielsweise die letzte Rechnung kostenfrei zurückerstatten. Anstelle des angekündigten Peer-to-Peer-Systems, erhalten Nutzer also eine einfache Payback-Karte, wie sie bereits bei diversen Einzelhändlern, Online-Diensten und Tankstellen zu bekommen ist. Dass sich eine solche Planänderung nicht durchsetzen kann, zeigt sich im Juni 2015.

Clinkle: Steht der Zahlungsdienst vor dem Aus?

Im Jahr 2015 ist von den einstigen Plänen des Startup-Unternehmens nicht mehr viel geblieben. Die Gründe für die Kursänderung und die damit verbundene negative Resonanz sind vielzählig. So soll Lucas Duplan, seines Zeichens CEO von Clinkle, seinen Mitarbeitern einen Apple-Deal in Aussicht gestellt haben. Auch eine Zusammenarbeit mit Amazon, Samsung und Visa war im Gespräch. Beides ist nicht eingetreten. Stattdessen verließen immer mehr Mitarbeiter das Unternehmen und auch Konzerne wie Google und Apple, die zu Beginn noch Interesse an der Idee hinter Clinkle bekundeten, sind inzwischen abgesprungen. Es ist also fraglich, ob und wie lange sich der Zahlungsdienst noch halten kann. Sicher ist nur, dass die Idee eines Belohnungssystems für Online-Käufe weiterbesteht.

Neues „loyalty rewards program“: Apple übernimmt Clinkle-Idee

Wie bereits bekannt, arbeitet auch Apple an einem neuen Zahlungsdienst. Dieser ist in den USA bereits in der ersten Version verfügbar und soll im Oktober 2015 mit einigen neuen Funktionen ausgestattet werden. Darunter auch ein Belohnungssystem, welches Nutzern beispielsweise Rabatte ermöglichen soll. Damit übernimmt Apple die Idee von Clinkle, bettet sie jedoch in ein funktionierendes System ein, womit ein Erfolg quasi schon gesichert ist. Angesichts dieser Entwicklung ist eine Zusammenarbeit mit dem Startup also mehr als fraglich, wobei eine Zukunft von Clinkle ohnehin mehr als ungewiss ist. Schließlich sind von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern nur noch wenige im Unternehmen und auch die eigentliche Idee hinter dem Zahlungsdienst ist im Laufe der zweijährigen Entwicklungszeit verloren gegangen. Es bleibt also abzuwarten, wie Clinkle sich in der Zukunft auf dem Markt positionieren wird.

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