Kreditkarten mit einen NFC-Chip – sind offenbar nicht so sicher wie alle vermuten

Sicherheitslücke
Vor ein paar Tagen wurde eine Sicherheitslücke bekannt, die es Kriminellen ermöglicht trotz Limitsperre kontaktlos hohe Geldbeträge von Kreditkarten ab zu buchen. Forscher die die Sicherheitslücke entdeckt haben, halten die NFC Technologie anfällig für Manipulation durch Fremdeinwirkung.

Heute sind die meisten neu ausgegebenen Kreditkarten, mit einen NFC oder einen RFID-Chip ausgestattet. Dieser Chip ermöglicht uns das kontaktlose Bezahlen an dafür vorgesehenen Zahlungsterminals. Wir müssen unsere Kreditkarte noch nicht einmal aus dem Portemonnaie raus nehmen, es reicht wenn wir unsere Geldbörse samt der Kreditkarte an das Lesegerät halten und die Transaktion wird getätigt. Bei einer Zahlung von Kleinbeträgen bis 25,00 Euro ist die PIN Eingabe nicht erforderlich.

Bei dem Zahlungsvorgang, werden zwischen dem Lesegerät und der Kreditkarte Informationen ausgetauscht. Forscher der Newcastle Universität haben entdeckt, das der Fehler hauptsächlich die Sicherheitsvorkehrungen die das Bezahlen ohne Pin auf den Maximalbetrag beschränkt betrifft.

Demnach ermöglicht die Lücke einen Kriminellen die Umstellung auf Fremdwährung und den Maximalbetrag einfach bis 999.999,99 zu erhöhen. Forscher haben in einen Versuch herausgefunden, dass man mit einen Smartphone einfach im vorbeigehen die Geldbörse des Opfers anstoßen muss und die Transaktion, wird in weniger als einer Sekunde durchgeführt. Das präparierte und NFC fähige Smartphone dient bei dem Diebstahl als Terminal.

Der Maximalbetrag bei den Kreditkarten wird einfach ausgehoben

Dass die Sicherheitslücke die Änderung des Maximalbetrags ermöglicht, macht die Sache für Kriminelle natürlich sehr interessant. Eine Abbuchung in Fremdwährung fällt wahrscheinlich schnell auf und wird, vom Sicherheitsteam des Kartenanbieters entdeckt. Damit die Buchung nicht so schnell auffällt, könnten die Kriminellen diese Lücke in Flughäfen und Bahnstationen ausnutzen. An solchen Orten wird nämlich oft in Fremdwährung bezahlt.

Dem Kreditkartenanbieter Visa ist die Sicherheitslücke bereits bekannt. Das Unternehmen sagt „dass zahlreiche Sicherheitsmechanismen eingesetzt würden, die solche Transaktionen verhindern sollen. Die Zahlungen würden fortlaufend durch Sicherheitschecks geprüft und mit Daten von Geschäften, Karten und Banken verglichen, um verdächtige Transaktionen sofort stoppen zu können. (Quelle:t-online.de)“

Das Problem mit der Sicherheitslücke könnte in der Zukunft noch größer werden, da sich die Betrüger langsam von dem Magnetstreifen abwenden und nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Wie kompliziert oder einfach das Austricksen der verschiedenen Sicherheitsmechanismen tatsächlich ist, das wissen wir nicht. Doch wir können uns sehr einfach gegen solch einen Betrug schützen. Mit einen speziellen Kreditkartenetui welches den ausgesendeten Signal des NFC-Chip unterdrückt, können Betrüger keine Verbindung mit unsere Kreditkarte aufbauen.

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