Online-Kauf: Neues Zahlungssystem soll mehr Sicherheit bringen

Online-Kauf: Neues Zahlungssystem soll mehr Sicherheit bringen

Online-Kauf: Neues Zahlungssystem soll mehr Sicherheit bringen

Der Einkauf übers Netz ist heutzutage Normalität. Den vielen Vorteilen beim Online-Kauf stehen allerdings auch Nachteile wie die geringere Sicherheit gegenüber. Ein neue Richtlinie soll dies nun ändern.

Neue Richtlinie für mehr Sicherheit

Der Kauf übers Internet ist mittlerweile Standard. Weil es dabei jedoch auch zu Sicherheitslücken kommen kann, plant die europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) eine neue Richtlinie. Diese soll unter anderem die sogenannte „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ einführen. Im Detail heißt dies: Wer im Netz einkauft, muss die Kartennummer des Personalausweises, ein persönliches Passwort und ein biometrisches Merkmal angeben. Letzteres kann beispielsweise der Fingerabdruck oder das Passbild sein und soll für eine hohe Sicherheit bei der Authentifizierung sorgen. Jeder Nutzer muss zwei dieser drei Authentifizierungen durchführen, wobei anderweitige Daten wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Co. weiterhin notwendig sind. Händler stehen diesem neuen System aus mehreren Gründen kritisch gegenüber.

Komplizierte Verfahren: Händler üben Kritik

Wer künftig bei den bekannten Versandhäusern bestellt, muss ein Authentifizierungs-Verfahren durchführen. Dies stößt vor allem bei den Händler auf Kritik, welche entsprechende System für zu kompliziert erachten. Ein schneller, unkomplizierter Kaufabschluss ist damit nicht mehr möglich, was wiederum dazu führen könnte, dass Online-Käufer sich Alternativen suchen. Shops, die außerhalb Europas liegen etwa, kommen auch in Zukunft ohne die neue Richtlinie aus und sind damit nicht nur für Käufer interessant. Auch die Händler haben die Möglichkeit, die Bezahlung über Dienstleister, die außerhalb Europas sitzen, abzuwickeln. Wirft man einen Blick auf die aktuell genutzten Zahlungssystem, ist diese Entwicklung sehr wahrscheinlich.

Online-Käufer wollen keine komplexen Zahlungssysteme

Der deutsche Onlinehandel wächst von Jahr zu Jahr. Mit der Einführung der neuen „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ könnte dieses Wachstum stark gebremst werden. Dies macht vor allem ein Blick auf die Systeme klar, die im Online-Handel aktuell genutzt werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um einfache, unkomplizierte Dienste, bei denen der Käufer nur wenige Daten preisgeben muss. Stark gesicherte Zahlungssysteme dagegen, werden kaum genutzt. Dies dürfte sich auch mit der Einführung der neuen EBA-Richtlinie nicht ändern, womit gerade die bekannten Versandhäuser, welche bislang auf eine relativ einfache Kaufabwicklung setzten, Probleme bekommen dürften. Erwähnte Abwanderung ins Ausland scheint da mehr als wahrscheinlich. Das wiederum, würde Probleme beim Datenschutz mit sich bringen. Ganz zu schweigen von dem Wettbewerbsnachteil für europäische Anbieter.

Wann das neuartige Authentifizierungs-Verfahren eingeführt werden soll, steht bislang nicht fest. Angesichts der Gefahren, die sich bereits jetzt anbahnen, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern. Auch der Protest einiger großer Versandhäuser könnte die Einführung der neuen Richtlinie in die Länge ziehen.

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