V.me: Die digitale Geldbörse

Der von Visa Europe entwickelte Dienst soll als eine Art digitale Geldbörse fungieren.

Der von Visa Europe entwickelte Dienst soll als eine Art digitale Geldbörse fungieren.

Immer mehr Bezahlsysteme schießen aus dem Boden. Der jüngste Spross ist „V.me by Visa“. Der von Visa Europe entwickelte Dienst soll als eine Art digitale Geldbörse fungieren. Über die Zukunft des Systems entscheidet aktuell eine Testphase.

V.me in der Testphase

V.me lautet der Name des neuen Bezahlsystems aus dem Hause Visa. Der Dienst soll Online-Transaktionen vereinfachen und sicherer gestalten. Die Zielgruppe: Privatpersonen, Unternehmen und Verwaltungsstellen. Im Detail wird V.me eingesetzt, um beispielsweise bei Amazon.de einzukaufen oder online Geld zu überweisen. Damit dies funktioniert, wird der Dienst aktuell bei über 300 Online-Shops getestet. Später sollen mehrere tausend Akzeptanzstellen die digitale Geldbörse nutzen und von den Vorteilen profitieren. Der größte Pluspunkt ist hierbei wohl die hohe Sicherheit. Wer einkauft, übermittelt mit V.me nicht seine persönlichen Daten, sondern eine einmalige Transaktionsnummer, auch Token genannt. Beim Händler angekommen, wird diese Nummer dann ganz automatisch zugeordnet, ohne, dass vertrauliche Daten in fremde Hände geraten. Das Ganze soll auch deutlich einfacher vonstatten gehen als die bisherige Nutzung von Kreditkarten im Internet. Wenige Klicks sollen laut Visa ausreichen, um Transaktionen abzuschließen und das eigene Konto anzupassen. Das soll nicht nur Privatkunden ansprechen, sondern auch Unternehmen. Allen voran natürlich die großen Versandhändler, welche bislang hauptsächlich PayPal nutzen. Die Konkurrenz aus dem Hause Visa soll dies nun ändern. In einigen Ländern wird das System bereits genutzt.

PayPal-Konkurrenz in Europa

Apple Pay, Google Wallet, Samsung Pay: Es gibt viele verschiedene Bezahlsysteme. Eines haben alle gemein: Sie werden in Europa und vor allem in Deutschland kaum genützt. Die Gründe sind vielfältig und reichen von fehlender Akzeptanz über technische Hürden bis hin zu hohen Kosten. V.me will all diese Probleme lösen und fährt damit aktuell sehr gut. In Frankreich, Spanien, Polen und Großbritannien kann der Dienst bereits genutzt werden, Griechenland, Tschechien und die Slowakei sollen folgen. Für Deutschland steht bislang kein Termin fest, doch auch hierzulande dürfte das Bezahlsystem nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Branchen-Insider gehen von einem Start im Herbst 2015 aus. Damit zum Start alles reibungslos abläuft, hat sich Visa einen großen Partner gesucht.

Kooperation mit Wirecard

Wenn V.me Ende 2015 in Deutschland starten wird, soll alles problemlos ablaufen. Damit das klappt, hat sich Visa einen bekannten Partner gesucht. Wirecard ist bereits in der Vergangenheit als Partner für Acquiring-Leistungen in Erscheinung treten und wird diese Aufgabe auch für V.me übernehmen. Außerdem läuft die gesamte Zahlungsabwicklung über das Unternehmen ab. Läuft alles nach Plan, wird V.me sowohl auf normalen Internetbrowsern als auch Tablets und Smartphones nutzbar sein. Die Abwicklung soll dabei möglichst einfach gehalten werden und mit nur drei Klicks erledigt sein. Das klingt vielversprechend, doch ob Visa diese Ansprüche erfüllen kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

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