Die EZB will verdienen, die deutschen Banken verleihen aber nichts.

Sicherlich gibt es viele Gründe warum die Deutschen Banken, wenig bis kaum Kredite an Deutsche Unternehmer vergeben. Sie bleiben auf ihren Einlagen sitzen und brüten diese wie Hähnen ihre Eier. Jetzt will die EZB handeln, wen die Banken nicht spuren, dann gibt es halt ein negativen Einlagensatz von 10 Prozentpunkten. Schon letztes Jahr hat die EZB den Vorschlag gemacht, doch der EZB-Rat könnte sich nicht einigen, mit der Begründung dass die Auswirkungen unklar seien. Jetzt echt? Sonst können die immer die Zukunft vorhersagen oder besser, bestimmen.

Jetzt ist alles vergessen, alle Aussagen gelten nicht mehr. Der Bundesbank-Präsident Weidmann „Ich bin dafür, sogar auch gegen“ oder andersherum? Das war nur ein Scherz, seine aussage lautet heute so: „Die Zinspolitik ist Kern unseres geldpolitischen Instrumentariums“. Falls es nötig sein sollte, werden werden wir handeln. Das vorgehen der EZB soll „unter anderem den Geldmarkt zwischen den Banken beleben und damit auch die Kreditvergabe an Unternehmen anregen“, sagte Weidmann im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Mit anderen Worten, die Banken in der Euro-Zone werden so gezwungen ihre Ausleihungen an Unternehmen zu erhöhen um die Deflationsrisiken zu verringern. Mehr als 100 Milliarden Euro werden bei der EZB von den Geldinstituten derzeit geparkt.

Wird der Negativer Einlagensatz zum einen geldpolitischen Experiment?

Viele Banken äußern sich kritisch über die geplante Maßnahme der EZB, „Letztlich stehen wir einer möglichen Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich skeptisch gegenüber und sehen diese nicht als adäquates Mittel zur Belebung der Konjunktur in der europäischen Peripherie.“ schreibt Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ BANK AG in seinen Blog (http://bielmeiersblog.dzbank.de/2013/05/21/negativer-einlagensatz-ohne-impuls-fuer-realwirtschaft/).

Die Frage ist, werden die Banken den Negativzins nicht einfach an die Sparer weiter geben oder verteuern Gebühren und Kredite? So verlieren wir unser Erspartes real durch die Inflation und nominal durch den Negativzins. Wir sind gespannt auf das Ergebnis, der nächsten geldpolitischen Sitzung Anfang Juni, Sparschwein zu Hause oder Tagesgeldkonto bei der Bank?

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