Dwolla: Geldüberweisung über Facebook und Co.


Der Zahlungsdienst Dwolla ermöglicht die Überweisung von Geld via Mausklick und setzt auf Facebook und Co. als Netzwerk. Ob das funktioniert und wann der Dienst nach Deutschland kommt, beantwortet folgender Artikel.

So funktioniert Dwolla

Das langfristige Ziel des Payment-Dienstes Dwolla ist es, Zahlungen möglichst einfach und unkompliziert zu gestalten. Dementsprechend simpel ist die Nutzung. Einmal registriert, wird nur die E-Mail-Adresse, die Telefonnummer oder der Name eines Facebook-Freundes benötigt. Damit lässt sich die gewünschte Summe, welche vorher vom Bankkonto auf das Dwolla-Konto übertragen wird, direkt an den Empfänger weiterleiten. Dieser benötigt ebenfalls einen Dwolla-Account und kann dann direkt auf sein Geld zugreifen. Auch beim Einkaufen oder Tanken kann der Dienst genutzt werden, um die Rechnung zu bezahlen. Vor allem im Mittleren Westen der USA, wo der Hauptsitz von Dwolla liegt, wird das Payment-System schon flächendeckend genutzt.
Wer Dwolla über ein soziales Netzwerk nutzt, kann dem Gegenüber direkt auf er Pinnwand oder der Twitterwall mitteilen lassen, dass soeben Geld überwiesen wurde. Das klingt simpel und funktioniert dank der inzwischen sieben Zahlungswege auch ausgesprochen unkompliziert.

Dwolla: Eine App, sieben Zahlungswege

Dwolla setzt ganz auf die schnelle und einfache Geldüberweisung. Damit dies gelingt, wurden inzwischen sieben Zahlungswege in den Dienst integriert. Darunter die persönliche Dwolla ID, welche bei der Anmeldung generiert wird, Facebook und Twitter. Wer keine dieser Anwendungen nutzt, kann auch via SMS oder E-Mail Geld verschicken. Ebenso möglich: LinkedIn und Proxi. Allesamt also internationale Portale und Netzwerke und das hat auch einen bestimmten Grund. So möchte das Startup-Unternehmen hinter Dwolla bald expandieren und den Dienst auch außerhalb der USA anbieten. Die Ausweitung auf andere Länder soll jedoch erst dann stattfinden, wenn „das gleiche Maß an Innovation“ erreicht ist, so Jordan Lampe von Dwolla. Damit dies gelingt, wird auch zukünftig auf nahezu kostenfreie Transaktionen gesetzt.

Günstiger als die Konkurrenz

Dwolla ist nur einer von vielen Zahlungsdiensten, hat jedoch ein Alleinstellungsmerkmal: Es fallen kaum Gebühren an. Transaktionen unter zehn US-Dollar sind grundsätzlich kostenfrei, ab zehn US-Dollar fallen zusätzliche Kosten in Höhe von 25 US-Cent an. Damit ist der Dienst deutlich günstiger als beispielsweise PayPal oder die klassischen Kreditkartenunternehmen, wo an Gebühren rund 30 US-Cent plus zwei bis drei Prozent der Transaktionssumme anfallen.
Dass Dwolla so günstig ist, hat einen bestimmten Grund: Der Dienst ist nicht in das klassische Bank- und Kreditkartennetz integriert. Überweisungen werden ohne Umwege vom Bankkonto aus abgewickelt, womit letztlich auch die Sicherheit erhöht wird. Einen Haken gibt es allerdings: Bis das Geld vom Bankkonto auf dem Dwolla-Konto ist, dauert es nach wie vor ein paar Tage. Um zu verhindern, dass potentielle Kunden davon abgeschreckt werden, setzt der Dienst auf Kleinstkredite in Höhe von 500 Dollar. Dieser so genannte „Instant“-Service kostet den Nutzer pro Monat drei Dollar und kann damit auch mit klassischen Kreditgebern mithalten.
Der Payment-Dienst Dwolla, der sich aus den Wörtern „Dollar“ und „Web“ zusammensetzt, wird inzwischen von mehreren Millionen Nutzern verwendet, um unkompliziert Geld zu überweisen. Ob der Service in naher Zukunft auch in Europa zur Verfügung stehen wird, bleibt aktuell noch abzuwarten.

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