Elopay: der interaktive Zahlungsdienst

elopay iOS-App

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Mobile Geldtransfers sind zwar bereits relativ weit verbreitet, in Deutschland konnten sich Dienste wie Venmo und Co. jedoch noch nicht vollständig etablieren. Ändern will das nun das Startup Elopay. Dessen gleichnamige iOS-App wartet mit einigen interessanten Features auf.

Elopay: Das steckt dahinter

Elopay ist im Grunde ein normaler Mobile-Payment-Dienst, wie ihn auch PayPal, Snapchat und Co. anbieten. Nutzer können Geld an Freunde verschicken, Rechnungen stellen und Transaktionen aller Art durchführen. Das ist jedoch nicht alles: Der Dienst verknüpft die mobilen Geldtransfers mit einem Newsfeed, in dem Nutzer ihre Transaktionen teilen können. Wer beispielsweise eine Restaurantrechnung via Elopay begleicht, kann das im Newsfeed kundtun und erhält – ähnlich wie bei Konkurrent Venmo – Likes und Kommentare von Freunden und Followern. Der Zahlungsdienst Venmo war es auch, der das Berliner Startup überhaupt erst zu Elopay inspirierte. In den USA sind Floskeln wie „Venmo me“ für das Versenden von Geld bereits in den Sprachgebrauch eingegangen. Elopay möchte das auch in Deutschland erreichen und setzt dafür auf eine möglichst intuitive Nutzung, bei der selbst die Aufladung zum Kinderspiel wird.

Guthaben aufladen und versenden

Elopay funktioniert ähnlich wie Venmo und nutzt ebenfalls ein Prepaidmodell. Nutzer können die App via Kreditkarte, Sofortüberweisung oder manueller Überweisung aufladen und dann frei über das Guthaben verfügen. Wer einen bestimmten Betrag versenden möchte, benötigt dazu lediglich die Handynummer, Email-Adresse oder die Facebook-Schnittstelle des Gegenübers. Einmal abgeschickt, hat dieser den Betrag in wenigen Sekunden auf seinem Konto und kann sich diesen auf sein Bankkonto auszahlen lassen. Das angesprochene Newsfeed hält all diese Schritte fest, kann allerdings auch anonym genutzt werden. Die Summe der jeweiligen Transaktion wird zum Schutz der Privatsphäre ohnehin nicht angezeigt.

Aktuell nur auf iOS-Geräten

Der Zahlungsdienst, welcher von einem zwölfköpfigen Dienst entwickelt wird, ist aktuell nur auf iOS-Geräten verfügbar. Demnächst soll allerdings auch eine App für Android-Geräte folgen, so der Kopf hinter dem Projekt, Özkan Akkilic. Dieser hat auch bereits angekündigt, zukünftig noch weiter expandieren zu wollen. Aktuell sind Studenten und Jugendliche die Zielgruppe, später sollen auch ältere Menschen, die bislang noch die klassischen Zahlungsmethoden nutzen, auf Elopay umsteigen. Damit das gelingt, wurde während der Entwicklung eine sechsstellige Summe in Elopay investiert. Außerdem soll die Auszahlung von Guthaben auf ein Bankkonto zukünftig mit geringen Gebühren verbunden sein. Diese werden sich auf 2,5 Prozent des Auszahlungsbetrages und je 25 Cent pro getätigter Auszahlung belaufen.
Elopay erleichtert das Versenden und Empfangen von Geld und bringt mit dem Newsfeed ein interessantes Feature mit, dass nebenbei auch zur Verbreitung des Zahlungsdienstes beiträgt. Ob dieser sich jedoch gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt aktuell noch abzuwarten.

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