MasterPass: Konkurrenz für PayPal?

MasterPass: Konkurrenz für PayPal?

Der Online-Bezahldienst PayPal war über viele Jahre konkurrenzlos. Das könnte sich nun ändern, denn MasterCard schickt mit MasterPass ein Angebot ins Rennen, das mit zahlreichen Features punktet.

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Der Online-Bezahldienst PayPal war über viele Jahre konkurrenzlos. Das könnte sich nun ändern, denn MasterCard schickt mit MasterPass ein Angebot ins Rennen, das mit zahlreichen Features punktet.

PayPal bekommt Konkurrenz

Seitdem PayPal Ende der 90er Jahre gestartet wurde, gab es kaum nennenswerte Konkurrenz für den simplen Zahlungsdienst – bis jetzt. MasterPass heißt der Service, welcher in den USA bereits seit 2013 verfügbar ist und nun auch in Deutschland startet. Der MasterCard-Dienst funktioniert dabei ähnlich wie PayPal: Nach einer einmaligen Registrierung werden alle zahlungs- und versandrelevanten Daten zentral hinterlegt. Bei einem Online-Kauf können diese Daten anschließend mit wenigen Klicks abgerufen werden. Vor dem Abschluss der Transaktion müssen dann nur noch Lieferadresse und Kreditkarte gewählt werden. Letztere muss übrigens nicht zwingend von MasterCard sein.

Kreditkarte frei wählbar

Bislang war MasterPass ausschließlich MasterCard-Kunden vorbehalten. Mit dem Deutschlandstart des Zahlungsdienstes ändert sich das nun grundlegend. So kann ab sofort eine beliebige Karte von Visa, American Express oder Diners Club verwendet werden. Auch bei den Anbietern hat das Unternehmen aufgestockt, denn inzwischen erlauben mehr als 600 Anbieter – darunter bekannte Auktionshäuser, Kinoketten und Ticket-Plattformen – die Nutzung des Dienstes. Transaktionen lassen sich auf verschiedenen Plattformen abwickeln.
Während PayPal überwiegend auf dem PC genutzt wird, setzt MasterCard mit MasterPass auf die mobile Nutzung. Im Detail bedeutet dies, dass der Dienst sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets verfügbar ist. Die Möglichkeit, Einkäufe im Geschäft via Smartphone zu bezahlen, besteht mit dem Dienst jedoch nicht, da keine NFC-Unterstützung vorhanden ist. Dennoch: MasterPass ist eine vielversprechende Zahlungsmethode, welche sich durch einige Features von Platzhirsch PayPal abhebt.

Mehr Sicherheit durch mTan

Damit MasterPass sich auch langfristig gegen PayPal behaupten kann, wurden dem Dienst einige praktische Funktionen verpasst. Die Möglichkeit, in den Einstellungen eine weitere mTan-Methode zu aktivieren, sichert den Zahlungsprozess zusätzlich ab. Einmal aktiviert, erhalten Nutzer vor dem Abschluss jeder Transaktion eine spezielle TAN-Nummer via SMS. Mit dieser lässt sich der Einkauf bestätigen.
Ein Feature, dass in den kommenden Monaten hinzugefügt werden soll, sind Bonusprogramme. Mit diesen soll es dann beispielsweise möglich sein, bei Online-Einkäufen Punkte zu sammeln oder bestimmte Rabatte zu aktivieren. Nutzbar soll diese Funktion mit verschiedenen Zahlkarten sein, denn MasterPass erlaubt aktuell die Nutzung mehrerer Kreditkarten.
Neben all diesen Features hat der neue Zahlungsdienst aktuell noch einen großen Haken: Die Zahlung via Lastschrift ist nicht möglich. Nutzer können bis dato nur via Kreditkarte einkaufen, profitieren jedoch davon, dass bislang noch keine Gebühren für die Nutzung anfallen. Damit hat MasterPass sowohl Vorteile als auch Nachteile gegenüber der Konkurrenz. Ob sich der MasterCard-Dienst gegen PayPal durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

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