Mobile Payment in Deutschland: Online-Umfrage zeigt Probleme auf

Mobile Payment in Deutschland: Online-Umfrage zeigt Probleme auf
In vielen Ländern ist das mobile Bezahlen bereits etabliert, doch in Deutschland tun sich entsprechende Dienste nach wie vor schwer. Eine aktuelle Online-Umfrage zeigt die Gründe dafür auf.

Mobile Payment weltweit

In den USA wird Apple Pay bereits flächendeckend genutzt, in Afrika ist M-Pesa der beliebteste Zahlungsdienst und in Japan werden die mobilen Zahlungsmöglichkeiten schon seit zehn Jahren genutzt. Die Dienste, die in den einzelnen Ländern verwendet werden, sind zwar unterschiedlich, haben jedoch eines gemeinsam: Sie ermöglichen das mobile Bezahlen via Smartphone oder Handy. Das funktioniert erstaunlich gut und ist ähnlich sicher wie die klassischen Zahlungsweisen. Dennoch hat sich das Mobile Payment noch nicht überall durchgesetzt. Vor allem hierzulande tun sich Google, Apple und Co. schwer, ihre Dienste an den Mann zu bringen. Die Gründe dafür hat vor kurzem eine Online-Umfrage aufgezeigt.

Unsicher und zu kompliziert

Das Marktforschungsinstitut Eresult hat vor kurzem eine Online-Umfrage unter 500 Smartphone-Nutzern durchgeführt. Das Thema: Klassische Zahlungsmethoden oder Mobile Payment? Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die meisten Teilnehmer nutzen lieber EC-Karte und Co., um Einkäufe zu bezahlen und Geld zu überweisen. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Viele bemängeln die geringe Sicherheit, einige haben Angst vor Missbrauch bei Verlust des Smartphones und diverse Teilnehmer finden die Nutzung zu kompliziert. So wird bemängelt, dass es derzeit zu viele Dienste gibt und es schwierig ist, an die notwendigen Informationen zu kommen. Die geringe Verbreitung von Akzeptanzstellen tut ihr Übriges und hält Teilnehmer von einer Nutzung ab. Schließlich ist dadurch nicht klar, wie lange sich ein Dienst hält, ob an der nächsten Tankstelle überhaupt mit dem Smartphone bezahlt werden und wer bei Problemen zuständig ist.
Eine ganze Menge Gründe also, warum das Mobile Payment in Deutschland bislang noch nicht funktioniert. Die wichtigste Erkenntnis der Online-Umfrage ist jedoch, dass nur rund die Hälfte der Befragten überhaupt mobile Bezahlverfahren kennt.

Nur die Hälfte kennt Mobile Payment

Unter den 500 Befragten Smartphone-Nutzern kennt nur die Hälfte mobile Zahlungsverfahren. Das ist überraschend wenig, wenn man bedenkt, wie lange es entsprechende Dienste bereits gibt und wie akzeptiert diese in anderen Ländern schon sind. Bevor die Zahlung via Smartphone sich in Deutschland durchsetzen kann, muss also zunächst viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Erst, wenn die Nutzer Bescheid wissen, welche Dienste es überhaupt gibt und wie genau die Nutzung vonstatten geht, wird die Akzeptanz steigen. Dass das seine Zeit dauern kann, zeigt ebenfalls der Blick auf den globalen Markt: In Japan gab es die Möglichkeiten des Mobile Payments bereits im Jahr 2003, doch erst zehn Jahre später schaffte es die Bezahlung via Mobiltelefon in die USA. Bleibt zu hoffen, dass es nicht noch einmal zehn Jahre dauert, bis die Einkäufe auch hierzulande via Smartphone abgewickelt werden können.

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