Paydirekt in Deutschland gestartet

Commerzbank
Die Postbank hat vorgelegt, nun startet auch die Commerzbank einen eigenen Bezahldienst. Dieser hört auf den Namen Paydirekt und glänzt durch unkomplizierte Transaktionen.

Zahlungsdienst aus Deutschland

Der neue Zahlungsdienst aus Deutschland ist da. Paydirekt wurde von der Commerzbank und einigen anderen Instituten gestartet und soll dem US-Unternehmen PayPal Konkurrenz machen. Ob das gelingt bleibt abzuwarten, denn bisher kann das Bezahlverfahren nur bei wenigen Händlern genutzt werden. Große Online-Portale fehlen gänzlich, wobei hier laut Beate Giersbach, Sprecherin von Paydirekt, bald nachgebessert werden soll. Gelingt dies, steht einem Erfolg nichts mehr im Wege, denn der Dienst selbst funktioniert denkbar einfach.

Nutzung in wenigen Schritten

Mit Paydirekt orientiert sich die Commerzbank an Konkurrenten wie PayPal. Dies macht sich vor allem in der Nutzbarkeit bemerkbar. Wenige Klicks genügen und das Onlinekonto ist mit dem Zahlungsdienst verbunden. Anschließend muss beim entsprechenden Händler nur noch das Symbol ausgewählt und Benutzername sowie Passwort eingegeben werden – fertig ist die Transaktion. Das Geld wird dann direkt vom Girokonto des Kunden auf das Händlerkonto überwiesen. Wie bei Zahlungsarten dieser Art üblich, können auch bei Paydirekt geringfügige Gebühren anfallen. Die Höhe variiert von Händler zu Händler, da die Abgaben individuell zwischen Banken und Online-Shops ausgehandelt werden.

Paydirekt bislang nicht mobil

Paydirekt präsentiert sich flexibel und einfach. Einen Haken hat der Dienst aus dem Hause Commerzbank dann aber doch: Er ist nicht mobil nutzbar. Problematisch ist dies vor allem im Hinblick auf das aktuelle Wachstum im Bereich der mobilen Einkäufe. Fast 60 Prozent aller Einkäufe werden laut einer aktuellen Statistik übers Smartphone abgewickelt, bei den reinen Besuchszahlen sind es noch weitaus mehr. Paydirekt muss also vor allem im mobilen Bereich nachrüsten, um langfristig mit der Konkurrenz mithalten zu können. Apps für iOS- und Android-Geräte existieren zwar, mit diesen ist es bislang aber nur möglich, die eigenen Transaktionen anzusehen und Betrugsfälle zu melden. Außerdem lassen sich Zahlungen in Echtzeit verfolgen, was aufgrund der fehlenden Möglichkeit, Paydirekt direkt übers Smartphone zu nutzen, jedoch nur selten zum Einsatz kommt.

Nutzung bald in ganz Europa möglich?

Geplant ist neben einer Erweiterung der mobilen Features auch eine Expansion auf ganz Europa und langfristig auch auf Länder außerhalb Europas, so ein Sprecher der Paydirekt GmbH. Damit soll es möglich sein, auch bei Onlineshops im EU-Ausland einzukaufen. Technisch ist dies zwar bereits machbar, aus Gründen der Sicherheit und aufgrund fehlender Kooperationen mit internationalen Banken ist Paydirekt bis dato jedoch auf Deutschland beschränkt. Aus diesem Grund steht der Abschluss neuer Partnerschaften auf der Agenda des Unternehmens weit oben. Aktuell sind neben der Commerzbank auch die Deutsche Bank, die Genossenschaftsbanken und Institute wie die Targobank beteiligt. Eine Zusammenarbeit mit den Sparkassen ist für 2016 geplant.

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