Samsung Pay in den USA gestartet

Samsung Pay auf dem US-Markt gestartet

Samsung Pay auf dem US-Markt gestartet – Bindquelle: Samsung Electronics Co., Ltd.

 
Apple und Google haben ihre Bezahldienste bereits etabliert und nun zieht auch Samsung nach. Den Rückstand zur Konkurrenz soll „Pay“ unter anderem mit einer neuartigen Magnetstreifentechnologie aufholen.

Samsung Pay auf dem US-Markt gestartet

Lange hat es gedauert, doch nun hat auch Samsung seinen hauseigenen Payment-Dienst in den USA gestartet. Der koreanische Hersteller bietet die Anwendung, die auf den einfachen Namen „Pay“ hört, ab sofort für alle kompatiblem Handyreihen an und setzt dabei unter anderem auf eine neuartige Magnetstreifentechnologie. Diese schafft, was Apple und Co. bislang nicht geschafft haben und macht die Bezahlung via Smartphone in jedem Geschäft möglich. Anstelle eines speziellen NFC-Terminals wird lediglich ein herkömmliches Magnetstreifenlesegerät benötigt. Einen Haken hat das Ganze jedoch: Aktuell kann die Payment-Anwendung nur mit den Gerätemodellen der Galaxy S6 Edge- und Galaxy Note 5-Reihen genutzt werden. Das soll sich laut Samsung jedoch bald ändern und auch das Portfolio an Kooperationspartnern soll künftig noch ausgebaut werden.

Kooperation mit den wichtigsten Banken

Damit Pay in den USA einen guten Start hinlegt, hat Samsung bereits Kooperationen mit den wichtigsten Banken geschlossen. MasterCard, American Express und Visa sind ebenso im Boot wie viele kleinere Kreditinstitute. Wie der koreanische Handyhersteller mitgeteilt hat, sollen weitere Zusammenarbeiten folgen. Vorerst konzentriert sich Samsung jedoch auf die Etablierung des Dienstes. Helfen sollen dabei zahlreiche Features wie etwa Geschenkkarten und die Möglichkeit für Unternehmen, eigene Kundenkarten in das System zu implementieren. Damit all diese Funktionen sicher genutzt werden können, wird momentan an einem speziellen Token-System gearbeitet.

Token-System für sichere Transaktionen

Ähnlich wie die Konkurrenz nutzt auch Samsung Pay ein Token-System, um Transaktionen sicher und schnell abzuwickeln. Im Detail funktioniert dies, indem bei jeder Transaktion ein einmaliger, vorübergehender Token, der alle wichtigen Daten enthält, an das Terminal gesendet wird. Von dort aus wird der Token an das Kreditinstitut gesendet, wo er schließlich entschlüsselt und verarbeitet wird. Das System hat sich in der Vergangenheit bereits bewährt, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass Samsung hier keine Experimente eingeht.
Experimente könnte es stattdessen bei der zukünftigen Verbreitung von Samsung Pay geben. So plant das koreanische Unternehmen, den Dienst in der nahen Zukunft auch in China zur Verfügung zu stellen, wo mit Alipay bereits eine starke Konkurrenz besteht. Neben China soll Pay bald auch nach Großbritannien und Spanien gebracht werden. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist er bereits seit Mitte August 2015 verfügbar und könnte sich aufgrund der Magnetstreifentechnologie durchaus gegen die Konkurrenz aus dem Hause Apple durchsetzen.

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