Facebook mit neuem Zahlungsdienst

Facebook Zahlungsdienst
Facebook will einen eigenen Zahlungsdienst starten. Das sagt zumindest die Financial Times, welche auch Details zu dem neuen Service bekanntgab. Welche das sind und wann der Dienst nach Deutschland kommt, beantwortet folgender Artikel.

Erlaubnis steht noch aus

Wie die Financial Times berichtet, wird Facebook in Kürze einen eigenen Zahlungsdienst starten. Dieser soll Nutzern die Möglichkeit bieten, Transaktionen abzuschließen und diverse Waren und Güter zu kaufen. Noch befindet sich das Projekt jedoch in der Schwebe. Der Grund: Die notwendige Erlaubnis wurde bislang nicht erteilt. Aktuell läuft in Irland eine Prüfung, deren Ausgang darüber entscheidet, ob der Zahlungsdienst von Facebook in der EU starten kann.

Bei einem möglichen Start würde Facebook auf eine große Konkurrenz treffen. Bekannte Dienste wie eBay und PayPal sind bereits seit einigen Jahren etabliert und auch die Dienste von Snapchat und Co. genießen inzwischen eine große Nutzerschaft.

Gute Vorzeichen für neuen Zahlungsdienst

Die Konkurrenz ist groß, doch auch Facebook steht momentan sehr gut da. Die Aktie des Unternehmens gewann in den letzten Monaten gewaltig an Wert und legte um ganze 15 Prozent zu. Auch der Umsatz ist mit einer Steigerung von 36 Prozent bemerkenswert und der Gewinn beträgt sogar ganze 60 Prozent. Die Vorzeichen für den neuen Zahlungsdienst stehen also sehr gut. Bleibt nur abzuwarten, ob der Service auch funktionell mithalten kann.

Über den Ablauf ist bereits bekannt, dass Nutzer ihre Kreditkarte registrieren müssen, bevor eine Nutzung möglich ist. Danach soll die Karte innerhalb weniger Tage für den Dienst freigeschaltet werden, wobei Nutzer zuvor noch einige Absicherungen aktivieren müssen. Neben dem PIN-Code, welcher zwingend notwendig ist, können Nutzer eines iPhones zusätzlich auf Apples Fingerabdruck-Scanner zurückgreifen. Eine alternative Lösung für Android-Geräte dürfte zum Start ebenfalls angeboten werden.

Leichte Überweisung ins Ausland

Facebook geht mit dem noch namenlosen Zahlungsdienst in Konkurrenz mit herkömmlichen Banken. So soll es möglich sein, Geld via Mausklick an andere Facebook-Nutzer zu senden oder Waren direkt auf Facebook zu bezahlen. Das soll laut eines Insiders sogar länderübergreifend möglich sein, womit eine bequeme Alternative zu dem üblichen Verfahren bei einer Überweisung ins nichteuropäische Ausland geschaffen wäre. Erwähnter Insider sieht genau diese Lücke auch als wichtigsten Pluspunkt des neuen Zahlungsdienstes. So möchte Facebook vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ansprechen und den Markt so noch weiter ausweiten.

Damit auch die Sicherheit gewährleistet ist, setzt Facebook auf die übliche Absicherung via Passwort und Verschlüsselung. David Marcus, seines Zeichens ehemaliger PayPal-Mitarbeiter, soll für diesen Punkt verantwortlich sein und wurde laut einiger Meldungen wohl nur für den neuen Facebook-Zahlungsdienst abgeworben.

Baldiger Start des neuen Payment-Dienstes

Wann der neue Service an den Start gehen wird, ist nicht klar. Bekannt ist lediglich, dass das Zahlungssystem von der restlichen Facebook-Infrastruktur ausgegliedert werden soll. Auch im Hinblick auf die Funktionen und den genauen Ablauf sind bislang nur wenige Informationen bekannt. Das dürfte sich jedoch bald ändern, denn bekannte Magazine wie „The Guardian“ sprechen von einem nahem Release.

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