Nymi: Herzschlag-Armband soll bargeldloses Zahlen sicherer machen

Nymi: Herzschlag-Armband soll bargeldloses Zahlen sicherer machen

Nymi: Herzschlag-Armband soll bargeldloses Zahlen sicherer machen

Bezahlsysteme gibt es inzwischen viele, doch die Authentifizierung funktioniert immer ähnlich. Bis jetzt, denn das kanadische Startup Nymi hat ein Armband entwickelt, welches Transaktionen via Herzschlag abwickelt.

Ein Herzschlag genügt

Das kanadische Startup-Unternehmen hat ein Armband entwickelt, welches den menschlichen Herzschlag als biometrisches Sicherheitsmerkmal nutzt. Das mag im ersten Moment seltsam klingen, ist nach einem Blick auf die Funktionsweise jedoch vollkommen logisch. So nutzt das Armband dieselbe Technik wie in der Medizin und misst den Herzschlag via EKG. Der einzige Unterschied: Die Daten werden nicht auf einen Monitor, sondern in ein Kassenterminal geleitet. Dieses wiederum erkennt, ob Herzschlag und Nutzer übereinstimmen und schließt die Transaktion dementsprechend ab. Für die nötige Sicherheit ist auch gesorgt, denn bislang gibt es keine Möglichkeit, den Rhythmus, in dem ein Herz schlägt, zu imitieren. Damit das auch so bleibt, wird das „Nymi“-Armband zur Zeit in Toronto, Ottawa und Regina ausführlich getestet.

Herzschlag-Armband im Test

Nymi soll die Welt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs nachhaltig verändern. Damit dies funktioniert, hat der Hersteller das Armband bereits im Juli in einen Beta-Test geschickt. Rund 100 Personen nutzen Nymi seitdem und prüfen unter anderem, ob die Nutzung an NFC-fähigen Terminals problemlos vonstatten geht und wie das Armband reagiert, wenn es von einer fremden Person getragen wird. Im Rahmen des Tests wird zudem nach neuen Partnern gesucht, die das Projekt unterstützen. Bislang dabei: Kreditkartenreise MasterCard und diverse Venture-Unternehmen. Weitere Konzerne und Banken sollen folgen und die rund 14 Millionen Dollar, die bislang in das Projekt geflossen sind, weiter aufstocken. Auch der Handel muss einiges an Geld investieren, da für die Nutzung zunächst alle Kassen-Terminals mit dem Mastercard-System Paypass ausgestattet werden müssen. Privatpersonen, die das Wearable testen möchten, können dies im eingeschränkten Rahmen bereits tun.

Nymi bereits auf dem Markt

Auch wenn es sich noch im Test befindet, kann Nymi bereits seit einiger Zeit gekauft werden. Genauer seit 2013, als das Startup-Unternehmen aus Toronto das Armband erstmalig auf den Markt brachte. Die ursprüngliche Version verfügt allerdings über kein NFC-Modul und ist damit auch nicht für das kontaktlose Zahlen geeignet. Es kann beispielsweise genutzt werden, um das Smartphone oder den Laptop abzusichern. Beide Geräte können nach der einmaligen Authentifizierung nur noch entsperrt werden, wenn das Armband mit dem passenden Herzschlag in der Nähe ist.
Die Technologie hinter Nymi klingt interessant und könnte in Zukunft für mehr Sicherheit beim bargeldlosen Zahlungsverkehr sorgen. Ob sich der Herzschlag als biometrisches Merkmal durchsetzt, bleibt allerdings abzuwarten, denn schließlich ist der Fingerabdruck eine große Konkurrenz.

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