Venmo: Digitale Überweisung via Smartphone

Digitale Überweisung via Smartphone

Digitale Überweisung via Smartphone

Geld ausgeben kann Spaß machen. Das beweist der neue Zahlungsdienst Venmo, welcher in den USA bereits ein voller Erfolg ist. Der Grund: Freunde auf Twitter und Co. können die Transaktionen sehen.

Öffentlicher Einkauf mit Venmo

Venmo ist ein Bezahlsystem, welches sich gerade in den USA einer steigenden Beliebtheit erfreut. Der Grund dafür ist einfach: Alle getätigten Transaktionen werden online veröffentlicht. Wer ein T-Shirt mit Venmo bestellt, teilt dies ebenso mit wie jener, der einem Freund Geld überweist. Twitter und Facebook sind hierfür bislang die wichtigsten Kanäle und werden täglich von Transaktionen und den zugehörigen Kommentaren überschwemmt. „Für die nächste Pizza“ heißt es da, oder „Ich mag die Jeans“, wenn es sich um einen Klamottenkauf handelt. Nahezu jede Transaktion wird mit einem solchen Kommentar geschmückt und das ist scheinbar auch eines der Erfolgsrezepte des Dienstes. Schließlich ist es nicht erst seit dem Selfie bekannt, dass sich viele Menschen gerne selbst präsentieren. Und was könnte dafür besser geeignet sein als ein Tool, mit dem der letzte Einkauf im Netz vorgestellt werden kann? Begeistert sind von dem neuen Dienst dementsprechend vor allem junge Menschen.

Ältere Nutzer sind skeptisch

Der Bezahldienst Venmo kommt bei den jüngeren Menschen sehr gut an. Ältere Nutzer sind dagegen eher skeptisch, was mehrere Gründe hat. So muss bei der Registrierung die Sozialversicherungsnummer angegeben werden. Bei der Eröffnung eines klassischen Bankkontos ist dies zwar genauso üblich, andere Zahlungssysteme verzichten jedoch darauf. Ebenso problematisch: Der Einsatzzweck beschränkt sich aktuell auf Überweisungen an andere Nutzer und die Nutzung bei vereinzelten Online-Portalen. Das soll sich allerdings bald ändern, denn aktuell ist Venmo auf Expansionskurs. Neben der Einführung in weiteren Ländern, welche aufgrund der unterschiedlichen Währungen und Zahlungssysteme einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, sollen Kooperationen mit anderen Diensten folgen. Helfen soll dabei der Versandhändler eBay, welcher Venmo vor einiger Zeit übernommen hat. Auch eine Zusammenführung mit PayPal ist geplant.

Geplante Zusammenführung mit PayPal

Auch wenn eBay und PayPal inzwischen getrennte Wege gehen, ist eine Zusammenführung mit Venmo nicht unwahrscheinlich. Schließlich erfüllen beide Dienste ähnliche Aufgaben und ergänzen sich dennoch. Während PayPal hauptsächlich für den Einkauf bei größeren Online-Shops genutzt wird, wird Venmo für kleinere Überweisungen verwendet. Außerdem sind sich Venmo und PayPal inzwischen relativ ähnlich, was den Ablauf der Transaktionen betrifft. Beide Dienste passen also gut zusammen und auch die Ziele beider Unternehmen sind ähnlich. PayPal und Venmo satteln gleichermaßen auf das Mobile-Payment-Segment um und die Venmo-Gründer gehen sogar so weit, zu sagen, dass die klassische Kreditkarte schon 2017 durch mobile Geräte ersetzt sein wird. Dass die Entwicklung so schnell voranschreitet ist fraglich, der Erfolg von Venmo dagegen unumstritten. Zumindest in den USA, denn ob der Dienst auch in Deutschland Fuß fassen kann, muss sich erst noch zeigen.

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