Anstieg der Ausfallraten bei Studenten-Krediten in den USA

Studenten-Krediten

Die wirtschaftliche Situation in den USA hat sich gerade erst beruhigt, da wartet auch schon das nächste Problem: Die hohe Verschuldung der Studenten. Diese könnte laut Insidern zu einem erneuten Zusammenbruch des Wirtschaftssystems führen.

Finanzkrise durch Studenten-Kredite?

Ganze 1,2 Billionen Dollar Schulden sind durch die Studenten-Kredite in den letzten Jahren entstanden. Das geht aus Schätzungen der US-Notenbank Federal Reserve hervor und könnte schon bald zu einer erneuten Finanzkrise führen. Davon geht zumindest Bill Ackman, seines Zeichens erfolgreicher Hedgefonds-Manager, aus. Der Banker vergleicht die momentane Situation mit dem Häusermarkt im Jahr 2007, welcher bekanntlich für die damalige Krise mitverantwortlich war.

Wie berechtigt dieser Vergleich ist, zeigt ein Blick auf die Bruttoinlandsprodukte großer Länder. Mexiko beispielsweise, hat im Jahr 2013 ein BIP von etwa 1,2 Billionen Dollar erwirtschaftet und liegt damit auf einem Level mit der Verschuldung der amerikanischen Studenten. Beängstigend ist das vor allem in Anbetracht der steigenden Ausfallraten.

Steigende Ausfallraten sind riskant

Die Summe von 1,2 Billionen Dollar ist erschreckend genug. Hinzukommen jedoch noch die steigenden Ausfallraten bei der Rückzahlung der Kredite. So können ganze elf Prozent der Studenten-Darlehen nicht zurückgezahlt werden, während die Anzahl der aufgenommenen Kredite immer weiter ansteigt. Besonders häufig nehmen Studenten unter 25 Jahren Kredite auf. 2012 waren 43 Prozent der Kreditnehmer nicht älter als 25 Jahre, während es 2003 noch 25 Prozent waren. Auch die durchschnittlichen Kreditsummen gehen stetig nach oben und haben sich im Laufe der letzten Jahre von 10.000 auf 20.000 Dollar verdoppelt.

Die Studenten-Kredite werden also zunehmend zum Problem für die amerikanischen Banken. Das macht sich in einer steigenden Nervosität bei den Chefs der Notenbanken bemerkbar, die Ähnlichkeiten zur Finanzkrise 2007 sehen. Im Hinblick auf die fehlende Kaufkraft, die durch die Darlehen entstehen könnte, sind Vergleiche dieser Art überhaupt nicht ungewöhnlich.

Fehlende Konsumkraft könnte die nächste Krise bringen

Bislang ist die Verschuldung der Studenten noch kein Problem. Das könnte sich allerdings ändern, sobald die jetzige Generation der Studierenden ihren Abschluss hat und mit der Rückzahlung der Darlehen beginnt. Dann nämlich, könnte zu wenig Geld für den Konsum vorhanden sein. Für die amerikanische Volkswirtschaft wäre das fatal, denn gerade nach der letzten Finanzkrise ist eine hohe Konsumkraft enorm wichtig, um die Wirtschaft zu stärken.

Noch schlimmer könnte es die USA treffen, wenn die Zinsen noch weiter steigen. Dann würde eine ganze Generation von Studenten mit niedriger Kaufkraft aus dem Studium gehen. Die nächste Krise wäre in einem solchen Fall nur eine Frage der Zeit.

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