Bildungskredit: Voraussetzungen und Fristen

Studenten, die neben dem BAföG Geld benötigen, haben die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Hierfür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden

Studenten, die neben dem BAföG Geld benötigen, haben die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Hierfür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden

Studenten, die neben dem BAföG Geld benötigen, haben die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Hierfür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Bildungskredit: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Anders als beim BAföG, welches prinzipiell von jedem Studenten in Anspruch genommen werden kann, ist die Aufnahme eines Bildungskredits nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In erster Linie muss der Antragsteller zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, die deutsche oder europäische Staatsbürgerschaft haben und die Aussicht auf einen berufsqualifizierenden Abschluss haben. Auch Studierende, welche die Zwischenprüfung ihres Studiengangs bereits bestanden haben, können einen Bildungskredit aufnehmen. Wer einen Konsekutiv-Studiengang belegt, muss den ersten Teil erfolgreich abschließen, wer einen grundständigen Studiengang belegt, muss bereits über einen Abschluss verfügen.
Es gibt also verschiedene Anforderungen, die für einen Bildungskredit erfüllt sein müssen. Erst dann ist ein Antrag möglich.

So wird der Bildungskredit beantragt

Um einen Bildungskredit zu beantragen, muss das Bundesverwaltungsamt in Köln kontaktiert werden. Alternativ ist mittlerweile auch eine Antragstellung im Internet möglich. Sind erwähnte Voraussetzungen erfüllt, wird unmittelbar danach ein Bewilligungsbescheid erteilt, welcher den Antragsteller dazu berechtigt, einen Kreditvertrag mit der KfW abzuschließen. Anders als bei einem normalen Kredit kann die Kreditsumme allerdings nicht selbst bestimmt werden. Sie ist dem Bewilligungsbescheid bereits beigefügt und kann vom Antragsteller entweder angenommen oder abgelehnt werden. Hierfür ist eine Frist von einem Monat gesetzt.

Kredithöhe und Fristen

Der Bildungskredit der KfW-Bankengruppe ist der einzige staatliche Bildungskredit. Er hat eine maximale Laufzeit von zehn Semestern, wobei in Ausnahmefälle auch 14 Semester möglich sind. Auch die monatliche Kredithöhe ist variabel und liegt zwischen 100 und 650 Euro. Insgesamt sind also maximal 54.600 Euro möglich. Die Rückzahlung des Kredits kann frühestens ein halbes Jahr und spätestens 23 Monate nach der letzte Auszahlung begonnen werden.
Die Zinsen sind ebenfalls variabel und werden an den aktuellen Kapitalmarktzins angepasst. Der große Vorteil: Die Zinsen können über die gesamte Laufzeit nicht höher als der Höchstzinssatz zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses sein. Dadurch lässt sich die Rückzahlung relativ gut planen. Wem die erwähnten Konditionen dennoch nicht zusagen, der findet einige Alternativen zum Bildungskredit.

Alternativen zum Bildungskredit

Der Bildungskredit der KfW ist nicht die einzige Möglichkeit, als Student ein Darlehen zu erhalten. Eine Alternative ist beispielsweise der klassische Bildungsfond, welcher von Unternehmen, Stiftungen oder Privatinvestoren gestellt wird. Die Studenten müssen sich hierfür bei dem entsprechenden Institute bewerben.
Das Studienbeitragsdarlehen wird von verschiedenen Landesbanken angeboten. Wie der Name andeutet, werden lediglich die Studiengebühren übernommen, wobei das Geld direkt an die Hochschule überwiesen wird. Ein Vorteil ist die relativ flexible Rückzahlung. Wer nach dem Abschluss des Studiums zu wenig verdient, muss den Kredit vorerst überhaupt nicht zurückzahlen.
Egal ob Bildungskredit, Fond oder Studienbeitragsdarlehen: Studenten haben viele Möglichkeiten, während des Studiums an Geld zu kommen. Da die üblichen Risiken jedoch bei allen Varianten bestehen, empfiehlt es sich, das passende Darlehen gemeinsam mit dem Studienberater auszuwählen.

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