Deine Kreditwürdigkeit ist Scoring Sache

In Österreich, warnen Verbraucherschützer vor undurchsichtigen Kreditscoring-Verfahren. Eine Kreditkarte, ein Telefonanschluss oder ein Fernseher auf Raten, dass alles bekommen wir nur, wenn wir kreditwürdig sind.

Früher entschied das Haben, über diene oder meine Kreditwürdigkeit. Informationen über Kontostand oder Immobilien waren der Indikator, für eine Kreditvergabe. Heute haben wir dass so genannte Scoring-Verfahren, hier wird der Scorewert ermittelt der unsere Bonität einstuft. Scoring-Verfahren sollen der Standardisierung von Kreditwürdigkeitsprüfungen dienen und so, das Massenkreditgeschäft ermöglichen und beschleunigen.

Eigentlich sind das eher Vorteile für den Kreditnehmer, er spart Zeit und kann bei verschiedenen Banken oder Unternehmen, auf das gleiche Ergebnis hoffen. Doch wie wird die Entscheidung getroffen, ob wir Kreditwürdig sind oder nicht. Interessant wäre zu wissen, wie das Scoring-Verfahren funktioniert und welche Daten und Informationen das Ergebnis beeinflussen.

Unsere Vergangenheit spielt bei der Bewertung eine wichtige rolle, es wird geprüft, ob wir schon ein Kredit aufgenommen haben und ob er auch pünktlich zurückgezahlt worden ist. Unser allgemeines Konsumverhalten, wird auch durchleuchtet. Informationen über nicht bezahlte Rechnungen oder Mahnungen, können die Entscheidung negativ beeinflussen.

Doch was ist, wenn wir zum erste mal ein Kredit beantragen oder ein Mobilfunkvertrag abschließen mochten. Woher weist die Bank oder der Mobilfunkanbieter, dass wir Kreditwürdig sind? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn das Scoring-Verfahren wird wie ein Staatsgeheimnis geschützt und geheimgehalten.

Durch eine kleine Recherche können wir uns ein vages Bild darüber machen, welche Informationen in das Ergebnis mit einfließen und ob sie negativ oder positiv bewertet werden.

In Österreich wird vor allem die Undurchsichtigkeit kritisiert und auch die wage Herkunft der Informationen die über uns gesammelt worden sind wird bemängelt. Es gab schon kuriose fälle, wo einen Kunden die Kreditkarte verweigert worden ist, obwohl er ein hohes Einkommen vorweisen könnte.

Ein Angestellter, der eine “American Express“ beantragt hat und eine Absage bekam, trotz eines Bruttoeinkommens von über 3.000 Euro. Der betroffene glaubt, dass sein Wohnort der Grund für die Ablehnung war. Diese Vermutung liegt nicht so fern, das Scoring ist eine Beurteilung anhand verschiedener Daten und Statistiken. Wenn wir in einer Gegend wohnen, wo viele Kreditausfälle verbucht worden sind, werden wir von der Bank sprichwörtlich mit den anderen über einen Kamm geschoren.

Ein Kunde der bei einer Bank nach einen Kredit anfragt, ist für sie nur eine Statistik und nicht mehr. Unsere Kreditwürdigkeit, wird durch verschiedenen Statistiken beurteilt. Manchmal reicht ein falscher Vornahme, der uns die Zinsen erhöht oder gar eine Absage beschert. Es gibt in der tat Studien über Vornahmen, die vermehrt in einkommensschwachen Schichten verbreitet sind. Bei den Vornahmen Justin, Kevin, Angelina oder Dennis wird von einer geringerer Kreditwürdigkeit ausgegangen.

Was wissen die Banken und Unternehmen über uns?

Wir leben im digitalen Zeitalter, heute wird alles gespeichert und gesammelt. Millionen von Datensätzen schlummern auf Rechnern in der ganzen Welt. Der gläserner Kunde ist ein begriff der Big Data. Unser Konsumverhalten wird ausspioniert und analysiert, meistens füttern wir die Unternehmen freiwillig mit Statistiken und Daten. Payback, Facebook, Amazon, die Liste hat fast kein Ende. Wir zahlen mit Kreditkarte und nehmen an Bonusprogrammen teil, wir haben eigentlich keine Ahnung, wie viel tatsächlich über uns gespeichert wird. Immer mehr Unternehmen interessieren sich für unseren Daten, mit dessen Hilfe, werden zahlreiche Statistiken und Analysen erstellt. Diese dienen dann als Richtschnur zur Bewertung, Beurteilung und der Prognose von Kaufkraft und Konsumverhalten.

Eine deutsches Unternehmen, hat ein neues Scoring-Verfahren für die Kreditwirtschaft entwickelt. Innerhalb von Sekunden, berechnet das Unternehmen ob wir kreditwürdig sind oder nicht. Das Innovative und zugleich erschreckende an diesen verfahren ist, dass unsere Privatsphäre durchleuchtet wird und wir darauf kein Einfluss haben. Ein Computeralgorithmus, überprüft die Kreditwürdigkeit unserer Bekannten und Freunde bei Facebook und so eine Information beeinflusst unsere Bonität. Im Klartext, wenn unsere Freund ihren Verpflichtungen nicht pünktlich nachkommen, werden wir automatisch auch zum Risikofaktor. Weitere Daten liefert der Onlinehandel und Kreditkartenunternehmen.

Wie wir sehen können, kann auch ein falscher Freundeskreis dazu führen, dass uns eine Bank den Kredit verweigert.

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