Die EZB kauft ihre faule Kredite und die sie verdienen noch daran

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Schätzungsweise werden 400 bis 800 Milliarden Euro für das von der EZB geplante Kaufprogramm von Asset Backed Securities (ABS) und Pfandbriefen (Covered Bonds) bereit gestellt. Mit den Kaufprogramm sollen die Bilanzen der durch die Kriese angesachlagenen Banken gerettet werden. Die angekündigten Ankäufe sollen auch die Kreditforderungen von Zypern und Griechischen Banken übernehmen.

Die EZB möchte durch den Ankauf der ABS-Papiere (Asset Backed Securities), die Banken dazu motivieren mehr Kredite an Unternehmen und Verbraucher zu vergeben. Außer den ABS-Papieren und Pfandbriefen, werden die Banken höchstwahrscheinlich auch ihre Schrott-Kredite los.
Allein im Juni dieses Jahres, stieg der Anteil der faulen Kredite bei Zyprischen Banken auf 45 Prozent. Somit ist wird fast jeder zweite Kredit auf Zypern, nicht mehr zurück gezahlt. In den anderen Krisenländern wie Griechenland und Portugal siecht die Lage nicht anders aus.

Mit den geplanten Ankauf der faulen Kredite, macht die EZB den Steuerzahler zum Hauptrisikoträger. Es werden mit Steuergeldern Kreditinstitute, gerettet die am ende doch untergehen werden. Falls es zu Ausfällen kommen sollte, wird der Steuerzahler für die reduzierten Gewinnausschüttungen aufkommen müssen.

Für den geplanten Ankauf hat die EZB, die BlackRock-Solutions engagiert

Mit dieser Endscheidung sind viele nicht einverstanden. Es macht den Anschein, als man einen Fuchs in einen Hühnerstall, zum Eier holen schicken will. Die BlackRock-Solutions ist eine Sparte des weltweit größten Vermögensverwalters und Hedgefonds „BlackRock“. BlackRock wird überall wegen seiner Rendite-Orientierung gefürchtet und zugleich ist er der mächtigste Investor, als Fondsgesellschaft hat BlackRock viel Einfluss auf der Welt.

Genau aus diesen Grund ist die Entscheidung der EZB so zweifelhaft, man stellt dich die Frage warum wird ein Hedgefond mit dem Design des geplanten Programms für die beschriebene Kredit-Verbriefung beauftragt. Nicht nur für das Design wurde eine Mandat erteilt, die EZB wird wohl den Ankauf auch nicht selbst übernehmen. Mittels einer Ausschreibung wird ein zweites Mandat vergeben, im Gespräch sind momentan die Deutsche Bank und die französische BNP.

Genau hier schlagen die Banken zwei Fliegen mit einer Klappe. Die EZB kümmert sich um die um die bereits vergebenen Risiko-Kredite und und bereinigt die Bilanzen. Auf der anderen Seite stellen sie der EZB eine Rechnung für ihre Dienstleistung, also den Ankauf der Papiere aus anderen Banken wofür sie ein Mandat von der EZB erhielten.

Geplatzte Kredite werden aufgekauft um noch mehr Kredite zu vergebenen

Mal abgesehen davon, dass die EZB private Banken mit den Ankäufen beauftragen will, was man für sehr heikel hallten kann. Es ist noch schwer nach zu vollziehen, wie die EZB mit dem geplanten Ankauf, die Konjunktur ankurbeln will. Wenn ich meine Ware als Kaufmann nicht loswerden kann, bestelle ich nicht mehr davon. In den Krisenländern wo verstärkt die faulen Kredite den Banken abgenommen werden sollen, denken die Verbraucher an alles andere außer Krediten. Die hohen Arbeitslosen Zahlen werden durch die Ankäufe nicht einfach verschwinden.

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