Großbritannien – die höchste pro Kopf Verschuldung durch Konsumkredite.

Die Briten sind durchschnittlich am höchsten verschuldet, dass ergab eine vor kurzem durchgeführte Studie über Konsumkredite “Consumer Credit Market in Europe” von Crédit Agricole Consumer Finance (CACF). Die Studie wurde in 28 Ländern der EU durchgeführt und analysiert, die Kreditaufnahme von Konsumentenkrediten. Die Analyse der Pro-Kopf-Verschuldung bezieht sich auf Ratenkredite, Dispokredite und Kreditkartenschulden, Immobilienkredite wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

Im letzten Jahr betrug die Pro-Kopf-Verschuldung ist in Großbritannien 4071,00 Euro, 2008 war die durchschnittliche Verschuldung noch deutlich höher. Doch die Briten sind immer noch der Spitzenreiter in der EU. In Deutschland liegt die durchschnitt Verschuldung, deutlich unter der von Großbritannien. Zum Vergleich ist laut der Studie, jeder Deutsche durchschnittlich mit 2716,00 Euro verschuldet, im Jahr 2012 waren es noch 2741,00 Euro. Die Summe aller Konsumentenkredite in Großbritannien ist mit 260 Milliarden Euro am höchsten. Zum Vergleich beträgt die Summe an ausstehenden Krediten in Deutschland, weniger als 223 Milliarden Euro.

Wir sehen hier einen deutlichen Unterschied im Vergleich mit anderen Europäischen Staaten. In Großbritannien sind Kreditkarten sehr beliebt, dass führt selbstverständlich zu höherer Kreditaufnahme und anderen Konsumverhalten.

In Deutschland und in den restlichen EU Ländern geht die Kreditaufnahme zurück.

Die Krise trägt eine gewisse Mitschuld an dem Rückgang, den in schwierigen Zeiten haben die Verbraucher in Europa deutlich weniger Kredite aufgenommen als davor. Vor allem in Deutschland merken wir die Auswirkung auf den Kreditmarkt. Die Krise ist hier zu Lande, kein Grund für den Rückgang von Konsumkrediten. Viel mehr liegt es an den niedrigen Zinsen für Geldanlagen.

Verbraucher geben ihr Geld lieber aus, weil sich die Anlagen bei den Banken kaum oder gar nicht lohnen. Früher hat man das Geld zu attraktiven Konditionen angelegt und wen was fehlte, spontan einen Kredit für bestehende Anschaffung aufgenommen. Die deutschen sind hier eher die Ausnahme.

In anderen EU Ländern ist die Arbeitslosigkeit verantwortlich für die hemmende Kreditaufnahme.
Im größten Teil Europas sind die Spuren der Krise noch nicht verschwunden. Ab 2008 ist das Volumen an neu aufgenommenen Konsumkrediten deutlich geschrumpft. Viele Länder sind von der Krise hart getroffen worden, die Folgen sind steigende Arbeitslosigkeit und geringer Wirtschaftswachstum. Es gibt auch eine andere Ursache, für den für den Rückgang der Konsumentenkredite in Europa. Eine gewisse Mitschuld tragen die neuen Vorgaben der EU, die die Vergabe von Darlehen an Privat stärker Regulieren als vorher, wie zum Beispiel das Reformpaket Basel III.

Wir sehen hier, dass es manchmal mehr braucht als nur die Zinsen zu senken. Kredite brauchen Stabilität und wen die Zukunft zu unsicher, ist es verständlich dass der Konsum überwiegend mit erspartem finanziert wird und große Anschaffungen auf später verschoben werden. Wenn in den Europäischen Ländern, die Arbeitslosenzahl nicht gesenkt wird und Wirtschaftliche Voraussetzungen geschaffen werden, so wird sich die Lage in der näheren Zukunft kaum ändern.

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