Immobiliendarlehen aufnehmen: Darauf ist zu achten

Immobiliendarlehen

Immobiliendarlehen

Um eine Hausfinanzierung zu ermöglichen, greifen viele Menschen zum Immobiliendarlehen. Um das Potential eines solchen Kredits auszuschöpfen, müssen mehrere Dinge beachtet werden.

Immobiliendarlehen: Die Grundregeln

Für die Aufnahme eines Immobiliendarlehens gelten gewisse Grundregeln. Die wichtigste: Die Zinshöhe wird von Beginn an festgelegt und bleibt dann über einen bestimmten Zeitraum gleich. Meist besteht diese Zinsbindung fünf, zehn oder fünfzehn Jahre und geht mit gleichbleibenden Raten einher. Diese wiederum, beinhalten neben dem Zins auch den Tilgungsbeitrag.

Beides wird zu Beginn festgelegt. Ein Rechenbeispiel: Wer ein Darlehen über 100.000 Euro aufnimmt, zahlt bei einer Zinshöhe von fünf Prozent 5000 Euro im Jahr. Das Anfangsdarlehen wird ebenfalls auf diese Weise zurückgezahlt und beträgt bei einer Tilgung von einem Prozent des Anfangsdarlehens 1000 Euro. Insgesamt gehen also 6000 Euro jährlich an die Bank. Durch die Tilgung verringern sich allerdings auch die Schulden und damit die Zinsen. Die Raten bleiben aber gleich, wodurch sich die Tilgung über die Jahre beschleunigt.

Eigenkapital entscheidet

Ein Kredit für ein Haus kann in der Regel nur dann aufgenommen werden, wenn ein gewisses Eigenkapital vorhanden ist. Meist sind das mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten. Im Detail: Wer 40.000 Euro Eigenkapital mit bringt, kann ein Haus im Wert von maximal 190.000 Euro erwerben. Warum nicht 200.000? Die fehlenden 10.000 fallen für diverse Nebenkosten an und zählen nicht zu erwähntem Prozentsatz.

Grundsätzlich gilt die Regel: Wer mehr Eigenkapital mit bringt, zahlt weniger. Die wirklich günstigen Angebote sind meist nur für Bauherren zugänglich, die mindestens 40 Prozent der Gesamtkosten direkt übernehmen. Wer eine 100-Prozent-Finanzierung in Anspruch nehmen möchte, zahlt deutlich höhere Zinsen und muss mit weiteren Gebühren rechnen. Lohnenswert ist ein solches Finanzierungsmodell also nur selten.

So lassen sich Zinsen senken

Hohe Zinsen sind bei einem Immobiliendarlehen keine Seltenheit. Glücklicherweise gibt es einige Wege, wie sich die Raten senken lassen. Eine Möglichkeit: Bei verschiedenen Finanzierungsvermittlern Kreditanträge stellen. Generell ist es anzuraten, diverse Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. Wer ein gutes Angebot bekommt, kann dieses eventuell auch für weitere Handlungen mit anderen Banken nutzen.

Eine höhere Anfangstilgung ist eine gute Möglichkeit, die Zinsen zu senken. Dabei werden in der Anfangszeit höhere Raten fällig, wodurch sich die Zinsen im späteren Verlauf senken. Wer diese Möglichkeit in Anspruch nimmt, sollte allerdings sicherstellen, dass die hohen Raten auch gestemmt werden können.

Zuletzt besteht auch die Möglichkeit, nach Ablauf des Finanzierungszeitraums einen Teil der Schulden auf einen Schlag zu bezahlen, um die Zinsen für den Rest zu verringern.

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