Trotz Niedrigzinsen bleibt das Geld auf dem Sparbuch und Kredite in der Bank.

euro geld
Die Deutschen sparen viel, doch die Konditionen scheinen sie nicht besonders zu interessieren.
Laut einer Umfrage der Comdirect, hat fast die Hälfte der deutschen Sparer ihr Verhalten beim sparen, trotz der Niedrigzinsphase nicht geändert.

Finanzexperten raten ihren Kunden, die Sparbücher und Tagesgeldkonten eher zu meiden und stattdessen, die Renditechancen von Wertpapieren zu nutzen. Doch fast 49 Prozent der Befragten, sind laut der repräsentativen Umfrage aus dem September, ihren Sparbüchern und Tagesgeldkonten treu geblieben.

Wie es scheint wird das Geld genauso angelegt wie vor der Zinswende. Viele Sparer sind immer noch unsicher, manche sind sogar desinteressiert an ihren Ersparten. Durch ihre Unsicherheit bleibt das Geld da wo es war, wodurch sich manch einer Deutsche langfristig sogar arm sparen könnte.

Aus der Gruppe die ihr erspartes nicht anderswo untergebracht haben, sind 16 Prozent unsicher und wissen nicht wie sie ihr Erspartes sonst anders anlegen sollten. Neun Prozent ist an diesen Thema nicht interessiert und sieben Prozent wissen gar nicht wie Hoch ihr Erspartes verzinst ist. Eine Gruppe von 17 Prozent, ist trotz der Niedrigzinsphase immer noch der Meinung, dass Tagesgeld und Co. Für sie immer noch die beste Anlage wäre.

Laut der durchgeführten Umfrage, haben nur acht Prozent der Befragten reagiert und ihr Geld, in Wertpapiere mit höheren Renditechancen investiert. Wenn die Inflationsrate steigen sollte und so über dem Sparzins liegt, wird das Vermögen der deutschen Sparer real abnehmen.

Wie auch das Geld auf den Tagesgeldkonten, bleiben die Banken auch auf ihren Krediten sitzen.

Wie Reuters berichtet, ist die Kreditvergabe im Euro-Raum im September erneut gesunken. Die Banken vergeben weniger Kredite als die EZB erhofft hat. Insgesamt sind 1,2 Prozent weniger Kredite an Unternehmen und private Haushalte vergeben worden als im Vorjahresmonat.

Die EZB möchte entgegen wirken und hat, direkt mit verschiedenen Maßnahmen gegen den den immer geringeren Kreditfluss reagiert. Im September hat die EZB einen Versuch gestartet um mit eine Geldspritze die Kreditvergabe anzukurbeln, stieß sie hier doch auf weniger Interesse als angenommen.

Im Dezember wird die EZB, noch einen Versuch unternehmen und Geld für die Kreditinstitute nochmal nach pumpen. Es besteht diesmal die Hoffnung dass die Banken nach dem europaweiten Stresstest der EZB für die Branche, doch noch mehr Kredite vergeben werden. Man könnte sich sorgen über die erhöhte Geldmenge, den die bringt eine Inflationsgefahr mit sich. Die Experten sind jedoch der Meinung das die Euro-Zone weit davon entfernt sei.

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