Eine Klage gegen die Bearbeitungsgebühren bei Privatkrediten auch in Österreich.

In Deutschland sind Bearbeitungsgebühren für Kredite, als unzulässig erklärt worden. Das Urteil des BGH richtet sich vor allem an, Raten- und Autokredite so wie Immobilienfinanzierung. Der BGH war der Meinung, dass die Kosten für eine Kreditbearbeitung, nicht auf den Verbraucher abgewälzt werden können, da eine Bearbeitung einer Kreditanfrage allein im Interesse der Bank liegt.

Die Verbraucherschützer in Österreich, haben sich das Deutsche Urteil zum Vorbild genommen und planen im Herbst eine Verbandsklage. In Österreich werden die Kunden von den Banken ordentlich zur Kasse gebeten. Das Bearbeitungsentgelt beträgt momentan, einen bis drei Prozent der gesamten Kreditsumme. So kann sich ein vermutlich günstiger Kredit, mit niedrigen Zinsen, am ende als sehr teuer herausstellen, warnt die Österreichische Arbeiterkammer (AK). Nach eigenen Bankenrechner der AK, kann der Kunde bei einen 20.000 Euro Kredit mit fünf Jahren Laufzeit, 200 bis 618,56 Euro alleine für die Bearbeitungsgebühr bezahlen.

Es wird geschätzt das Deutsche Banken in ach Jahren also bis 2013, etwa 13 Milliarden Euro allein an Bearbeitungsgebühren eingenommen haben. Mit den Urteil erhielten die Kunden, ein Recht auf Rückerstattung der gezahlten Nebenspesen. Eine Bank die Bearbeitungsentgelt für ein Kredit berechnet hat, muss den jetzt auf Aufforderung des Kunden zurückzahlen.

In Österreich kam noch keiner auf die Idee, seine Bank wegen der Bearbeitungsgebühr zu verklagen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI), will dass jetzt ändern und klagt in nahmen aller Verbraucher, gegen die Bearbeitungsgebühr.

Die Klage wird erst vorbereitet. Die Rechtsexperten des Vereins, befassen sich momentan mit der Rechtslage in Österreich. Es muss noch geklärt werden, wer die Ausfallshaftung für die Prozesskosten übernimmt. Die Verbandsklage ist für Herbst dieses Jahr geplant, ob sie das gleiche Ergebnis erzielt wie die Deutsche, ist noch unklar. Vor allem geht man in Österreich davon aus, dass eine Kreditbearbeitung und so auch die hier für entstandenen Kosten, im Interesse beider Seiten sind. Der Verein für Konsumenteninformation, hat vielleicht noch ein Gegenargument und zwar, den Paragraph 879 aus den ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Hier haben die Österreicher, eine vergleichbare Bestimmung über “gröbliche Benachteiligung”. Hält der Verein für Konsumenteninformation, mit den Paragraph ein Ass im Ärmel? Dass und mehr, werden wir bestimmt nach den ersten Verhandlungstag erfahren.

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