Trotz Mängel an der Ware, muss der Kredit zurück gezahlt werden.

null-prozent-finanzierung
Nein neues Urteil des Bundesgerichtshofs, wird zurzeit stark in den Medien diskutiert. Der BGH beschäftigte sich mit der Klage eines Baumarkt-Kundens, der die mit einen Kredit Finanzierte Ware, aufgrund aufgetretener Mängel zurückgegeben hat.

Für den Kunden war es unverständlich, warum er nach dem erfolgreichen Rücktritt vom Kaufvertrag, den Kredit weiter an die Bank zurück zahlen sollte. Das Urteil des Bundesgerichtshofs bringt nun Klarheit, die Entscheidung fiel zugunsten des Beklagten.

Der Kläger hat 2011 in einen Baumarkt zwei Türen inklusive Montage gekauft und diese mit einen Kredit finanziert. Bei der Finanzierung handelt es sich um so genannten Null-Prozent-Kredit, der von dem Baumarkt in Kooperation mit der Santander Consumer Bank angeboten wurde. So kann der Kunde seinen gesamten Einkauf den er in dem Baumarkt tätigt, mit einen Kredit finanzieren.

Nach dem die Türen montiert worden sind, erlebte der Kunde eine Überraschung, die Türen weisen erhebliche Mängel auf. Ein Gutachten hat dies bestätigt und der Kunde trat von dem Kaufvertrag zurück. Für den Käufer wäre hiermit, die Sache eigentlich erledigt, wäre da nicht die Finanzierung.
Der Kunde wollte seinen Kredit nicht mehr zurückzahlen, da er von den Kaufvertrag zurückgetreten ist, die Bank bestand dennoch auf ihre Forderung.

Die Null-Prozent-Finanzierung kann zur Falle werden.

Die Null-Prozent-Finanzierung, hat für den Kunden jetzt unangenehme Rechtliche Folgen. Der BGH entschied mit seinen Urteil (Az.: XI ZR 168/13), dass der Kunde den Kredit samt Zinsen an die Bank zurück zahlen muss. Wen er sein Geld zurück haben will muss er sich an den Verkäufer wenden.

Mit dem Urteil wurden die Rechte für Verbraucher deutlich beschnitten. Die Richter sind der Meinung, dass Kauf und der Kreditvertrag nicht ausreichend miteinander verknüpft waren, so dass der Kunde auch von dem Kredit zurücktreten kann. Die Richter sehen eine Null-Prozent-Finanzierung nicht als einen Verbraucherdarlehensvertrag. Der Käufer hat sich auf den Paragraf 491 Abs. 1 BGB berufen, der greift aber nicht, wenn der entgeltlichen Darlehensvertrag fehlt.

Das eigentliche Problem, ist in diesen Fall der kostenlose Kredit. Wenn der Kunde für den Darlehen nichts bezahlen muss, entsteht laut dem Gerichtsurteil, kein richtiger Darlehensvertrag. Aus diesem Grund kann dem Kunden die Schutzregelung des Paragraf 491 Abs. 1 BGB nicht zugestanden werden und die Ansprüche der Bank auf Rückzahlung des Kredits bleiben bestehen.
Die süße Freude über die Neuanschaffung, kann im nach hinein richtig bitter werden. Wer in der Zukunft mit einer Null-Prozent-Finanzierung seinen neuen Fernseher finanzieren möchte, muss jetzt so einiges beachten.

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *