Folgt auf den Boom die Krise?

Folgt auf den Boom die Krise

Die Fintech-Branche boomt wie nie. Rund 12.000 Unternehmen – ein Großteil davon Start-ups

Die Fintech-Branche boomt wie nie. Rund 12.000 Unternehmen – ein Großteil davon Start-ups – sind derzeit in dem Bereich aktiv und weisen gute Zahlen vor. Laut Experten könnte sich das bald wieder ändern.
Boom in der Finanztechnologie

Zahlungsdienste, Apps, neue Währungen: Die Fintech-Branche wächst so schnell wie noch nie. Aktuell gibt es rund 12.000 Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie, welche zum Großteil in den USA und in China aktiv sind. In Deutschland gibt es laut einer Studie von LSP Digital immerhin 139 Unternehmen, die in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt sitzen. Unabhängig vom Ort ist ein weiterer Trend zu erkennen: Immer mehr Unternehmen investieren in Fintechs und Start-ups in ähnlichen Bereichen. Im Detail haben sich die Investitionen verdreifacht und liegen aktuell bei rund 12 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung dürfte auch noch einige Jahre anhalten, bevor es laut verschiedener Experten zu einer Krise kommt.

Droht die Fintech-Blase zu platzen?

Fintech-Unternehmen gewinnen an Wert und werden auch von den US-amerikanischen Rating-Agenturen immer höher eingestuft. Beides sehen Experten als Warnsignal für eine mögliche Fintech-Blase. So könnte es bereits in zwei bis vier Jahren zu einer ersten Krise kommen, da sich nur ein kleiner Teil der Start-ups wird durchsetzen können. Der Rest könnte erwähnte Blase verursachen, die auch für die Großbanken zu einem Problem werden könnte. Schließlich sind Fintechs und Banken in der heutigen Zeit immer öfter von einander abhängig. Dementsprechend dürften aus einer möglichen Krise auch nur die Fintech-Unternehmen als Sieger hervorgehen, die auch ohne großes Finanzinstitut funktionieren.

Vermittler zwischen Bank und Endkunde

Unzählige Fintechs stürmen auf den Markt, doch nur wenige davon werden auf Dauer Erfolg haben. Lauter einer Umfrage der Unternehmensberatung PASS 60 werden das hauptsächlich die Unternehmen sein, die unabhängig oder ergänzend zu den großen Banken agieren. Dienste wie Apple Pay beispielsweise, die das Bedürfnis der Kunden nach einer schnellen Bezahlung erfüllen oder Kryptowährungen, die sicherer und teilweise auch stabiler als echte Währungen sind. Ein großer Vorteil der neuen Fintechs liegt demnach in der Möglichkeit, das eigene Produkt auf dem Geschäftsmodell der großen Banken aufzubauen. Die eigenen Leistungen können dann besser an die individuellen Wünsche und Anforderungen der Kunden angepasst werden. Ein weiterer Vorteil für junge Fintech-Unternehmen: Durch die Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzinstituten wird keine eigene Banklizenz benötigt. Gerade für Einsteiger ist dies oft die größte Hürde.
Fintech-Blase oder nicht? Das lässt sich heute noch nicht eindeutig sagen. Klar ist jedoch, dass sich längst nicht alle der aktuell agierenden Fintech-Unternehmen werden durchsetzen können.

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