Italienische Großbank gibt Gazprom mehrere Millionen Euro Kredit

Gazprom
Die Krise in der Ukraine hat enorme Auswirkungen auf die Russische Wirtschaft. Die EU berät über weitere Sanktionen die verhängt werden sollen. Russlands Probleme werden vom Tag auf Tag immer größer und eine Entspannung der Lage ist noch lange nicht in Sicht.

Auch der staatliche Gasmonopolist Gazprom der aktuell von den Europäischen Sanktionen unberührt bleib wurde von der Wirtschaftskrise getroffen. Letzter Woche wurde bekannt dass der Gasmonopolist von einer italienischen Großbank einen Kredit von 350 Millionen Euro erhalten wird. Die Italienische Bank Intesa Sanpaulo hat den Kredit bereits genehmigt.

Gazprom hat am Donnerstag letzter Woche über die Kreditaufnahme informiert, ein entsprechender Vertrag wurde am Mittwoch in Mailand von Gazprom unterzeichnet. Leider machte der Vorstand keine keine Angaben zur Einzelheiten der Kreditvergabe wie Laufzeit und Zinsen.

Russland kämpft momentan mit den Folgen der Westlichen Strafmaßnahmen die wegen der des Ukraine-Konflikts von der Europäischen Union verhängt worden sind. Die Wirtschaft kämpft mit mehreren Problemen gleichzeitig. Viele Investoren haben ihr Kapital aus den Russischen Märkten abgezogen und Investitionen entweder ganz gestoppt oder teils massiv zurückgefahren.

Noch keine EU Sanktionen gegen Gazprom ein Kredit steht nichts im Weg.

Ein licht ins dunkle bringt wahrscheinlich dass Gazprom noch nicht von den Europäischen Sanktionen direkt getroffen worden ist. Bei der Öl-Tochter sieht die Lage schon anders aus, gegen das unternehmen Gazprom Neft wurden bereits Sanktionen von der Europäischen Union und den Westen verhängt.

Italien ist für Gazprom ein wichtiger Kreditgeber. Bereits im vergangenen Jahr hat Gazprom von der Italienischen Unicredit einen Kredit über 390 Millionen Euro erhalten. Gazprom hat jede menge ausstehender Verbindlichkeiten die nicht bezahlt werden. Allein die Ukraine schuldet den Gasmonopolisten mehrere Milliarden Euro. Im November letzten Jahres schrumpfte der Gewinn von Gazprom um 92 Prozent. Der Hauptgrund für den enormen Gewinneinbruch von 92 Prozent, sind vorwiegend Reserven die das Unternehmen bilden musste, um die ausstehenden Schulden irgendwie abfädern zu können.

Die gebildeten Reserven belaufen sich auf 256,9 Milliarden Rubel. Ein großer Teil davon sind Reserven in Höhe von 179 Milliarden Rubel die allein für die Gasschulden der Ukraine zurück gelegt worden sind. Bis ende 2014 schuldet die Ukraine Gazprom mehr als 2,9 Milliarden Euro. Wann die Ukraine ihre Schulden begleichen wir ist noch unklar, wen der Ukraine-Konflikt noch länger anhalten wird, ist es wahrscheinlich dass das Land in eine Rezession stürzen kann.

Das habe ich zum Thema Gazprom auf Youtube gefunden, etwas für die gute Laune:

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