Kredite wurden nicht mehr bedient, so folgte der selektiver Staatsbankrott.

Argentinien, ein Land das schon mehrere Kriesen durchleben musste, steuerte langsam aber sicher in den Ruin. Heute ist es offiziell, Argentinien eine Republik im Süden Südamerikas hat den Staatsbankrott erklärt. Die „Geier“ so hat Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner ihre Gläubiger die US-Hedgefonds bezeichnet.

Nach unzähligen Verhandlungen mit den Gläubigern könnte sich Argentinien nicht einigen. Verschiedene Angebote seitens des Schuldners wurden von den Gläubigern abgelehnt. Man konnte sich zwar mit kleineren Gläubigern auf einen Schuldenerlass von 30 Prozent einigen doch die Hauptgläubiger ließen nicht nach und verlangten eine 100 Prozentige Rückzahlung, aller schulden inklusive Zinsen.

Einer der Gläubiger Argentiniens, eine Gruppe knallharter US-Hedgefonds, die der Südamerikanischen Republik mehrere Hundertmillionen Dollar als Kredit zu Verfügung gestellt haben, bestand auf die komplette Rückzahlung. Die US-Hedgefonds zogen vors Gericht und bekamen auch recht. Laut dem Urteil des Oberste US-Gerichtshof, musste Argentinien die Gläubiger voll auszahlen. So folgten mehrere Pfändungen und die Beschlagnahme, des argentinischen Segelschulschiffs “Libertad”.

Die US-Hedgefondsgruppe Elliott des Republikaner Paul Singer, ist mit den Segelschulschiff nicht davon gesegelt, sondern beharrt weiter auf die Rückzahlung von insgesamt 1,3 Milliarden Dollar. Die Hedgefondsgruppe hat mit den Kredit für Argentinien, 1680 Prozent Rendite erzielen können und das Geld wollen sie nun wiederhaben.

Argentinien will das Geld unter den bestehenden Bedienungen, nicht zurückzahlen und so erklärte die Republik den selektiver Staatsbankrott. Argentinien kann die von der Hedgefondsgruppe geforderten Verbindlichkeiten begleichen, doch das würde den Land das Genick brechen. Wenn Argentinien zahlt, dann kommen alle Anderen Gläubiger und wollen ihr Geld zurück. Dass kann und will sich Argentinien nicht leisten.

Wenn wir heute einen Blick auf die angehäuften schulden der Republik riskieren, können wir die Entscheidung durchaus nachvollziehen. Wen also alle auf einmal, auf die 100 Prozentiger Rückzahlung der Kredite bestehen, erfahren wir dass das Land über 120 Milliarden Dollar an Schulden angehäuft hat. Dieser Betrag ist das Sechsfache der Devisenreserven und so unbezahlbar.

Wie kam es dazu und wie geht es weiter?

Die weitere Pleite ist eine Folge der anhaltenden Rezession, die Inflation nimmt zu, heute liegt sie zwischen 25 u 30 Prozent. Die Wirtschaft hat sich von den Finanzkrisen noch nicht so richtig erholt und die Arbeitslosigkeit wächst von Tag auf Tag.

Für Argentinien kommen jetzt schwierige Zeiten, mit den selektiven Staatsbankrott hat das Land nur ein paar Monate zeit gewonnen. Die Devisenreserven reichen nicht lange um die Versorgung des Landes al leben zu erhalten. Noch ist die Argentiniens Börse nicht von der Staatspleite betroffen doch auch hier werden sich die Folgen bemerkbar machen.

(foto: sxc | kantemir)

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