Kreditüberfluss- eine künstliche Beatmung von klinisch toten Unternehmer.

Die Niedrigzinspolitik der EZB sorgt für einen ständigen Geldfluss. Unternehmen die früher unter den gleichen Umständen nie ein Kredit erhalten würden, bekommen heute ihre Finanzspritze ohne Probleme. Der geldpolitischer Kurs der EZB soll die Geschäftsbanken zu Steigerung der Kreditnachfrage bringen und somit verstärkt Investitionen von Unternehmen fördern.

Die andere Seite der Medaille ist, die Künstliche Beatmung von klinisch toten Unternehmen. Die Finanzmärkte bekommen ständig Nachschub, es fließen immer wider neue Milliarden in den Umlauf und müssen irgendwo auch ankommen. Die Jagt nach Rendite führt die Geschäftsbanken in gefährliche Gewässer. Sichere Anlagen werfen kaum was ab, Staatsanleihen als Top Anlageklasse sind passé.

Kredite für Firmen oder Anleihen haben zwar ein größeres Risikopotential, aber die Rendite ist hier deutlich höher. So bekommen heute auch Firmen, mit einen hohen geschäftlichen Risiko ihren Kredit. Der Markt entscheidet wer stirbt und wer überlebt, es findet eine natürliche Auslese statt. Doch seit dem die EZB ihre Milliarden in den Markt pumpt, überleben Firmen die es unter normalen Umständen nicht geschafft hätten.

Besser weiter Kreditieren als Abschriften machen.

Die EZB macht alles um die Wirtschaft mit günstigen Krediten versorgen zu können, hier sollen unternehmen profitieren, die sich am Markt behaupten wollen und Initiative zeigen. Der Kreditregen, soll für Investitionen in manchen Europäischen Ländern sorgen, genau dort wo eine Kreditklemme herrscht. Doch der geldpolitischer Kurs der EZB hat einen unerwünschten Nebeneffekt. Der natürliche Verdrängungswettbewerb wird gestört und es werden Firmen durchgefüttert, die eigentlich klinisch tot sind.

Die ersten Folgen sind schon zu spüren. Die zahl der unrentablen Unternehmen steigt stetig, dass sehen wir an den roten zahlen. Doch die Statistik der Insolvenzen für 2013 ist um Drittel weniger als zehn Jahre zuvor. Für den Moment ist es vielleicht gut, da viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Doch man möchte es sich nicht vorstellen was passiert, wen der große knall kommt und der kommt bestimmt, früher oder später.

(foto: sxc hu)

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