Neue NFC-Terminals: Discounter treiben Mobile Payment voran

Mobile Payment NFC

Lange hat es gedauert, doch nun startet das Mobile Payment auch hierzulande durch.

Lange hat es gedauert, doch nun startet das Mobile Payment auch hierzulande durch. Mit Aldi Süd und Lidl führen gleich zwei Discounter die Bezahlung per NFC ein. Auch Einkäufe via Apple Watch sollen zukünftig möglich sein.

NFC ab 2016 bei Lidl

In den USA ist die Bezahlung via Smartphone schon gang und gäbe, hierzulande laufen Apple Pay und Co. nur langsam an. Das könnte sich nun ändern, denn Lidl führt ab 2016 die vielversprechende NFC-Technologie ein. Bis zum 1. Februar sollen die rund 3.2000 Filialen in Deutschland auf die neue Technik umgestellt und die Smartphone-Zahlung möglich sein. Kunden haben dann die Möglichkeit, ihre Kreditkarte mit einer Wallet-App wie Android Pay oder Hands Free zu verknüpfen und ihre Einkäufe über das System zu bezahlen. Voraussetzung ist ein NFC-fähiges Smartphone oder ein älteres Gerät, welches per NFC-Sticker nachgerüstet wurde. Die einzige Einschränkung: Ab einem Betrag von 25 Euro wird zusätzlich eine Unterschrift oder die PIN-Nummer benötigt. Entsprechende Regelung ist jedoch ein weltweiter Sicherheitsstandard und gilt dementsprechend auch bei Aldi Süd.

Aldi Süd – Zahlungen nur via Android

Auch Aldi Süd führt ab kommendem Jahr die Zahlung via NFC ein. Damit sollen nach den rund 2.400 Aldi-Nord-Filialen, die bereits seit längerem über die neue Technik verfügen, auch die restlichen 1.850 Filialen für das mobile Zahlen gerüstet werden. Einschränkungen gibt es bei den Wallet-Apps. So wird bislang lediglich die Google Wallet unterstützt, womit lediglich Android-Nutzer den Service nutzen können. Besitzer eines iPhones müssen entweder ganz klassisch bezahlen oder eine Kreditkarte von Mastercard, V-Pay oder Visa nutzen. NFC-Karten lassen sich an einem aufgedruckten Funkwellen-Symbol erkennen. Wer eine Apple Watch besitzt, kann zukünftig zumindest bei Discounter Netto bezahlen.
Übrigens: Auch REWE, Penny, Galeria Kaufhof und einige Douglas-Filialen bieten den NFC-Standard an. Andere Ketten setzen bislang noch auf die klassischen Zahlungsmethoden und auch die deutschen Banken stehen der NFC-Technik skeptisch gegenüber.

Deutsche Banken wenig kooperationsbereit

Wenn die NFC-Technik im kommenden Jahr in vielen Discountern verfügbar ist, werden vorerst hauptsächlich amerikanische Kreditkarten wie Visa, Mastercard und Maestro unterstützt. Der Grund: Die deutschen Banken wollen ein eigenes System etablieren, um nicht auf Drittanbieter wie Apple, Android Pay oder Samsung Pay angewiesen zu sein. Der Zahlungsdienst Paydirekt ist ein erster Schritt in diese Richtung, wird aber auch nicht von allen deutschen Kreditinstituten unterstützt. Der Sparkassenverband beispielsweise, bietet mit Girogo einen eigenen Dienst an, mit welchem in erwähnten Discountern bezahlt werden kann. Ob und in welcher Form sich die NFC-Technologie durchsetzt, hängt also von den deutschen Banken und dem Einzelhandel ab.

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