Russland plant staatliche Kreditkarte

Russland staatliche Kreditkarte

Die russische Regierung arbeitet aktuell an einer Kreditkarte

Russland staatliche Kreditkarte

Die russische Regierung arbeitet aktuell an einer Kreditkarte


Europa und die USA haben diverse Kreditkarten, die erfolgreich laufen. Nun will auch Russland nachziehen und eine eigene Karte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr einführen. Diese soll auf den Namen Mir hören und ab 2016 verfügbar sein.

Russland mit eigener Kreditkarte

Der bargeldlose Zahlungsverkehr gehört in vielen Ländern bereits zum Alltag. Damit dies auch in Russland bald so sein wird, arbeitet die russische Regierung aktuell an einer Kreditkarte, die den europäischen Diensten Konkurrenz machen soll. Der Prototyp trägt den Namen Mir, was soviel wie Friede oder Welt bedeutet und wird derzeit noch getestet. Dieser Vorgang wird laut „Russia Beyond the Headlines“, einer russischen Staatszeitung, noch einige Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Danach soll die Karte direkt auf den Markt gebracht und durch verschiedene Kreditinstitute vertrieben werden. Interessenten für die Herausgabe gibt es inzwischen einige.

Interesse an Mir

Wenn die russische Kreditkarten im nächsten Jahr verfügbar sein wird, können Nutzer sie alle Voraussicht bei diversen Kreditinstituten erwerben. Bislang bekundeten bereits zehn verschiedene Banken Interesse an der neuen Karte, die bewusst als als Konkurrenzprodukt zu amerikanischen Diensten platziert wird. Auch die Idee einer eigenen Karte ist auf die USA zurückzuführen. Genauer auf die Sanktionen der Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr, welche den russischen Banken große Probleme bereitete. Zeitweise konnten Kunden der bekannten Banken nur noch bar bezahlen, da die europäischen und amerikanischen Zahlungsdienste in Russland nicht verfügbar waren. Die beiden größten Anbieter machen aktuell rund 95% des russischen Kreditkartenmarktes aus, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sich Russland um eine Zusammenarbeit mit diesen Zahlungsdiensten bemüht.

Fazit: Mir als direkte Konkurrenz zu Visa und Co.

Visa und Co. sind die größten Zahlungsdienste weltweit. Auch Mir dürfte daran vorerst nichts ändern, wobei der neue Dienst, welcher am 1. April 2015 erstmals präsentiert wurde, durchaus eine Konkurrenz darstellt. Vor allem russische Kunden könnten schnell zu dem neuen Dienst wechseln, welcher einige Vorteile verspricht. Neben der Sicherheit, welche aktuell durch verschiedene Tests gewährleistet wird, sollen Bonusprogramme und andere Leistungen Kunden locken. Der größte Vorteil ist jedoch das geringe Risiko von Sanktionen, von denen bislang nicht nur die Banken, sondern auch die Kunden betroffen waren. Nutzer der Karte von Mir müssen solche Störungen nicht befürchten, weshalb vor allem auf der Halbinsel Krim ein hoher Zulauf erwartet wird. Die dort ansässigen Kreditinstitute hatten in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder mit Sanktionen durch die USA zu kämpfen und haben einer Zusammenarbeit mit dem neuen Zahlungsdienst bereits zugestimmt.

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *