Telekom-Dienst Clickandbuy wird eingestell

Clickandbuy

Wie die Telekom kürzlich mitteilte, soll der 1999 gegründete Zahlungsdienst im April 2017 seine Pforten schließen.

Clickandbuy wird eingestellt. Wie die Telekom kürzlich mitteilte, soll der 1999 gegründete Zahlungsdienst im April 2017 seine Pforten schließen. Als Grund wird unter anderem die starke Konkurrenz angegeben.

Payment-Dienst noch bis April verfügbar

Der Online-Zahlungsdienst Clickandbuy wird nach knapp 17 Jahren eingestellt. Das kündigte die Deutsche Telekom vor kurzem innerhalb einer Pressemitteilung an und nannte als Ursache die scharfe Konkurrenz im Markt. Mit der Entscheidung schließt zum 30. April 2016 einer der langlebigsten Payment-Dienste, welcher unter anderem die Ausgabe und Verwaltung von E-Geld voranbrachte. In der Vergangenheit gab es allerdings auch Sicherheitslücken. So war es Betrügern vor einigen Monaten möglich, fremde Clickandbuy-Konten zu nutzen, um Einkäufe via iTunes zu tätigen.
Womöglich auch aufgrund dieser Sicherheitslücken, war es dem Unternehmen zuletzt nicht mehr möglich, mit den zahlreichen Mitbewerbern aus den USA und Deutschland mitzuhalten. Die Gründe dafür liegen vor allem in der mangelnden Unterstützung durch Online-Händler und Partner.

Konkurrenz durch PayPal und Paydirekt

Trotz seiner Vorreiterstellung konnte sich Clickandbuy zuletzt nicht mehr gegen die steigende Konkurrenz behaupten. Speziell das von den deutschen Banken gestartete Paydirekt wächst immer weiter und könnte damit auf lange Sicht auch Platzhirsch PayPal Konkurrenz machen. Der wiederum, ist sowohl in den USA als auch in Deutschland äußerst beliebt.
Mit ein Grund für die Einstellung des Dienstes: Nur rund sechs Prozent aller Online-Shops bieten die Clickandbuy-Option an. PayPal wird zum Vergleich von knapp 60 Prozent aller Online-Händler angeboten und auch das noch junge Paydirekt ist inzwischen bei diversen Diensten verfügbar. Selbiges gilt für die Smartphone-Zahlungsdienste von Apple und Samsung, die eine immer größere Rolle bei Einkäufen über mobile Geräte spielen. Nicht überraschend also, dass die Deutsche Telekom nun die Reißleine zieht und den Payment-Dienst komplett einstellt.

Guthaben bleibt weiter verfügbar

Ab dem 1. Mai kann Clickandbuy nicht mehr als Bezahldienst genutzt werden. Nutzer des Dienstes können jedoch weiterhin auf die Kontoinformationen zugreifen und Restguthaben auf ihr Girokonto auszahlen lassen. Neues Guthaben kann dagegen nicht mehr eingezahlt werden und auch die Zahlungsmethoden zum Aufladen des E-Gelds können ab dem Stichtag nicht mehr geändert werden. Der Kundensupport wird nach und nach ebenfalls eingestellt – es wurde bereits damit begonnen, die 80 Arbeitsplätze bei Clickandbuy abzubauen, so die Firmensprecherin der Deutschen Telekom. Entsprechende Mitarbeiter sollen in anderen Unternehmenszweigen unterkommen.
Clickandbuy ist nach Yapital bereits der zweite Zahlungsdienst innerhalb einer Woche, der eingestellt wird. Ob Paydirekt und Co. im Angesicht der großen Konkurrenz – PayPal hat aktuell einen Marktanteil von 20 Prozent – bestehen kann, bleibt abzuwarten.

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